In Erndtebrück konnten im vergangenen Jahr zwei weitere Sirenen in Zinse und Röspe installiert werden. Somit werden die Sirenen in allen Erndtebrücker Ortschaften, sowie im Kernort ausgelöst.
Am Warntag, der dieses Jahr am 10. September stattfindet, werden gegen 11 Uhr die Sirenen auf Testgang gesetzt und über die Warn-App NINA sowie Katwarn, die Cell Broadcast-Funktion und Warnmeldungen im Radio und Fernsehen werden Probealarme ausgesendet. Das hat mehrere Zwecke. Zunächst wird damit das Warnsystem selbst überprüft. Funktionieren die technischen Komponenten? Erreichen die Meldungen alle Regionen zuverlässig? Schwachstellen können so erkannt und behoben werden, bevor sie im Ernstfall Menschenleben kosten.
Der wichtigere Nutzen liegt jedoch bei der Bevölkerung. Regelmäßige Übungen schärfen das Bewusstsein dafür, dass Warnungen ernst genommen werden müssen. Viele Menschen wissen nicht, welche Warnkanäle existieren, welche Apps verfügbar sind oder wie sie im Notfall reagieren sollten. Der Warntag bietet die Gelegenheit, sich mit diesen Instrumenten vertraut zu machen.
Ein weiterer, oft unterschätzter Aspekt: Wenn Menschen wissen, wie ein Sirenenalarm oder eine Smartphone-Benachrichtigung im Ernstfall klingt, reagieren sie schneller und sachgerechter. Im Katastrophenfall zählt jede Minute.
Der Warntag ist kein Grund zur Sorge, sondern zur Vorbereitung. Niemand erwartet, dass jede Familie einen detaillierten Notfallplan vorhält. Doch kleine Schritte wie das Installieren einer Warn-App, oder das Sichern wichtiger Dokumente im digitalen und physischen Format können im Krisenfall entscheidend sein.
Vorbereitung ist kein Zeichen von Panik, sondern von Vernunft. Der Warntag erinnert uns daran, dass Sicherheit eine gemeinsame Aufgabe ist – von der Bundesregierung über Kommunen bis hin zu jedem einzelnen Haushalt.
Das Auslösen der Sirenen erfolgt in der vorgeschriebenen Dauer und Tonfolge:
- eine Minute Dauerton für Entwarnung
- eine Minute auf- und abschwellender Ton für Warnung
- eine Minute Dauerton für Entwarnung
Zwischen den Tonfolgen liegen jeweils fünf Minuten Pause.
Wie muss ich mich bei einer Alarmierung verhalten?
• Umfeld Warnen und ggf. andere Personen aufnehmen,
• geschlossene Räume aufsuchen,
• Türen und Fenster geschlossen halten,
• Lüftungen u. Klimaanlagen ausschalten
• Notrufe 110 und 112 nicht blockieren und nur im äußersten Notfall anrufen.
• Informieren: Radio: WDR 2 (92,3 MHz) oder Radio Siegen (105, 4 MHz), Warn-App NINA, Informationswege des Kreises und Gemeinden

