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19.02.2020

Workshop Realschule

Skizzenrolle statt Hausaufgabenheft - Schüler entwerfen ihren Schulhof

Die Realschule Erndtebrück und die Gemeindeverwaltung beschritten neue Wege. In einem zweitägigen Workshop hatten die Schüler die Möglichkeit, ihre Ideen für die zukünftige Schulhofgestaltung einzubringen.

Um an diesem Workshop teilzunehmen, konnten sich die Erndtebrücker Schülerinnen und Schüler zuvor freiwillig anmelden und so ihre persönlichen Vorstellungen zu der Gestaltung ihres Schulhofs einbringen. Die Schulleiterin der Erndtebrücker Realschule, Frau Sorg ist sehr erfreut über die Chance der Mitgestaltung des Schulhofs durch ihre Schüler. Sie lobt außerdem das persönliche Engagement dieser, auch an einem Samstag in ihrer Schule aktiv zu werden.

Nachdem die Asphaltdecke in die Jahre gekommen ist, soll in diesem Jahr eine Schulhofsanierung erfolgen. Im Haushalt der Gemeinde Erndtebrück sind hierfür 119.000 Euro vorgesehen. Neben der Sanierung der baulichen Seite des Schulhofes soll auch eine funktionale Aufwertung vollzogen werden. Hier kamen die Schüler der Realschule ins Spiel, denn wer könnte besser wissen, welche Angebote in der Pause fehlen?

Es ging jedoch nicht nur darum einen großen Wunschzettel zu schreiben. Die vierzehn teilnehmenden Schüler verfassten eine Bestandsanalyse, entwickelten verschiedene Ideen, bewerteten diese und erstellten hieraus eigenen Entwürfe.
Zu Beginn wurde von den Schülern zunächst erfasst, was sie an ihrer aktuellen Schulhof-Situation als positiv und was als negativ ansehen. In kleinen Teams wurden hier Ergebnisse gesammelt und anschließend an der Tafel für alle vorgestellt. Die Schüler starteten gut vorbereitet in diese erste Runde und so ist es nicht verwunderlich, dass einige Teilnehmer bereits Berufswünsche wie Architekt oder Landschaftsplaner hegen. Bei der Vorstellung der Schüler kamen beispielsweise genaue Beschreibungen von Bodenbeschaffenheiten oder auch wichtige Unterschiede von Asphalt, Pflaster, Hartgummimatten oder gar Kopfsteinpflaster zur Sprache.

Neben Ideen wie Schaukeln, die Vergrößerung des Basketballplatzes oder gar Trampolinfelder wurde auch die Idee einer Bienen-AG vorgeschlagen, natürlich mit einem schuleigenen Bienengarten. Aber auch Wünsche wie ‚einfach einen Platz zum Reden‘ fanden sich in den Vorstellungen der Realschüler wieder.

Zusätzlich zu den Zeichnungen entstanden hierbei auch einige Modelle, die die zahlreichen Ideen der Schüler darstellten. Dabei wurde immer auch darauf geachtet, bestehende Dinge, wie den Niedrigseilparcours oder die Sitzgelegenheiten mit einzubeziehen und gegebenenfalls noch weiter zu verbessern, um so ein stimmiges Gesamtkonzept zu schaffen. Neben Grundvoraussetzungen, wie die Wahrung der Zufahrtsmöglichkeiten zum Schulhof, war es für die Schüler sehr wichtig auch ein Angebot für alle Jahrgänge zu schaffen.

Wenn alles nach Plan läuft, soll in diesem Jahr gebaut werden. „Wir haben nun eine tolle Ideensammlung, wovon sich sicherlich auch einige in der konkreten Konzeption wiederfinden werden. Dank der tollen und engagierten Mitarbeit der Schüler haben wir die Möglichkeit auch einen langfristigen Entwicklungsplan für den Schulhof auszuarbeiten“ freut sich Bürgermeister Gronau.