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09.12.2019

Sternenklarer Himmel, Windstille und Schneedecke gesucht -

Wetterstation Benfe ist online

Wetter ist spannend, in einem Mittelgebirgstal nochmal ein Stück mehr und wenn es sich dann noch um das Benfetal handelt – ja dann geht das schon in Richtung Krimi.

Unter den Bewohnern des Ortes am Rothaarsteig ist schon immer bekannt, dass es sich hier um einen recht kalten Fleck Erde handelt. Beweise in Form von Daten, die über längere Zeit gemessen und gespeichert werden, gab es bisher aber nicht. Im Spätsommer dieses Jahres begann dann die Initiative des Wetterportals Wittgenstein dies zu ändern. Gemeinsam mit der Gemeinde Erndtebrück, die die Eigentums- und Grundstücksfragen des Standortes koordinierte und dem Autohaus Müller, welches sich bereit erklärte die Materialkosten der Wetterstation zu übernehmen und Familie Benfer, die Ihre Internetverbindung zur Verfügung stellt, konnte die Wetterstation im Laufe des Herbstes auf den Weg gebracht werden. „Wir freuen uns sehr, dass diese Besonderheit von Benfe nun auch entsprechend präsentiert wird. Damit zeigen wir wieder etwas Einzigartiges von Erndtebrück. Ein Dank gilt natürlich allen, die sich für die Umsetzung des Projektes engagiert haben.“ so Bürgermeister Gronau.

Direkt an der jungen Benfe werden nun seit einigen Tagen Niederschlagsmenge, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit und der Wind gemessen. Das Interessanteste an diesem Standort ist allerdings die Temperatur, welche in der klassischen Höhe von 2 m, sowie in 5 cm direkt über dem Erdboden aufgezeichnet wird. Von hier gelangen die Daten per Funk an eine Empfangsstation im Hause der Familie Benfer, die sich bereit erklärt hat, Ihren Internetanschluss zur Verfügung zu stellen.

Alle fünf Minuten sind die Daten nun über die Website www.wetter-wittgenstein.de abrufbar. Sie werden gespeichert und stehen im Vergleich zu den weiteren Stationen in Wittgenstein zur Auswertung zur Verfügung.

Und gerade in diesen Tagen hat das Benfetal gezeigt, was es kann. Bereits in der Nacht zu Sonntag war es hier mit -7,3 °C so kalt wie nirgends sonst in NRW. In der Nacht zu Donnerstag ging es sogar auf eisige -8,2 °C in den Keller, am Boden war die -10 °C-Marke mit gemessenen -9,4 °C nicht fern.