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02.11.2020

Sanierung der Erndtebrücker Wasserspeicher in Schameder Zuverlässige Wasserversorgung gewährleisten

Der Hochbehälter Steimel in Schameder bekommt eine neue Beschichtung der Wasserkammern

1.000 Kubikmeter Wasser fasst eine Kammer des Hochbehälters Steimel in Schameder. Eine der zwei Kammern ist derzeit leer und wird aktuell saniert, um auch in Zukunft qualitativ einwandfreies Trinkwasser für die Erndtebrücker und die Ortschaften zur Verfügung zu stellen. Die Sanierung der zweiten Kammer folgt anschließend.
Gemäß dem Wirtschaftsplan investiert das Wasserwerk der Gemeinde hier eine enorme Summe von rund 600.000 Euro, um das Wasserspeicherreservoir in Schameder in bestem Zustand zu erhalten. Damit hier Tag für Tag und Nacht für Nacht alles richtig läuft und um die Qualität des Trinkwassers weiterhin bestmöglich zu erhalten, ist eine Sanierung unerlässlich.

Da sich zunächst die Frage stellt, woher die Gemeinde Erndtebrück ihr Wasser bezieht, hier eine kurze Aufstellung der Erndtebrücker Wasserversorgung:
Die Gemeinde Erndtebrück besitzt drei Hochbehälter, die durch das Wasserwerk Erndtebrück betrieben werden. Während der Hochbehälter am Gickelsberg in Erndtebrück für die Wasserversorgung des alten Ortskerns sorgt, ist der Hochbehälter in Schameder für die Wasserzulieferung aller Ortschaften und den abgelegenen Gebieten Erndtebrücks zuständig. Ausgenommen sind die Ortsteile Leimstruth und einen Teil von Womelsdorf, die von einem eigenen Wasserverband betrieben werden. Außerdem gibt es auch ein Wasserspeicherreservoir in Zinse, welches den Zinser Bereich versorgt.

Das Wasserwerk der Gemeinde fungiert generell als Verteiler, denn das Erndtebrücker Wasser wird vom Wasserverband Siegen-Wittgenstein zur Verfügung gestellt.

Der Hochbehälter am Steimel in Schameder wird aktuell saniert. Er besitzt zwei Wasserkammern, mit einem Fassungsvermögen von je 1.000.000 Litern Wasser. Während eine der Kammern weiterhin mit Wasser gefüllt ist und die Versorgung der Ortschaften sicherstellt, erfolgen in der anderen Kammer bereits Sanierungs-Maßnahmen. Im leeren Becken werden zurzeit Boden, Wände und Decke gestrahlt, um die alte mineralische Beschichtung zu entfernen und einen idealen Untergrund für die neue Beschichtung herzustellen. Durch die, in der Planungsphase, entnommenen Bohrproben konnte festgestellt werden, dass der Hochbehälter Steimel eine insgesamt gute Bausubstanz besitzt.

Sobald alle Arbeiten in der ersten Kammer abgeschlossen sind und diese Kammer wieder mit Trinkwasser gefüllt werden kann, werden die gleichen Maßnahmen in der nebenliegenden Wasserkammer realisiert.

Die Beschichtung durch Epoxidharz stellt für das Wasserreservoir am Steimel auch eine Modernisierung dar. Diese Sanierung der Kammern ist seit der Entstehung des Hochbehälters um 1970 die Erste und soll laut dem Bauzeitplan in einem Zeitraum von einem Jahr erfolgen. Der zeitliche Rahmen ist notwendig, da immer nur in einer Kammer gearbeitet werden kann und die Versorgung über die andere gewährleistet wird. Dementsprechend wurde der zeitliche Aufwand für die Sanierung doppelt gerechnet. Das Auftragsvolumen von rund 600.000 Euro ist für ein Wasserwerk der Größenordnung Erndtebrücks bemerkenswert und sinnvoll investiert.