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01.09.2018

Gemeinsame Pressemitteilung der drei Wittgensteiner Kommunen Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück

Probelauf für Sirenen, Warn-Apps und Co.

Die drei Wittgensteiner Kommunen beteiligen sich am ersten Warntag in NRW, der am 6. September stattfindet. Dann werden unter anderem Sirenen und Warnmeldungen per App getestet.

Am Donnerstag, 6. September, findet zum ersten Mal der landesweite Warntag in Nordrhein-Westfalen statt. Daran beteiligen sich auch die Freiwilligen Feuerwehren der Städte Bad Berleburg und Bad Laasphe sowie der Gemeinde Erndtebrück. Mancherorts werden dann noch mal Sirenen zu hören sein – als Probelauf für den Ernstfall. Gleichzeitig werden auch Warnmeldungen über die App „NINA“ des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe verschickt.

Den älteren Bürgerinnen und Bürger dürften die Tonfolgen der Sirenen noch bekannt sein, allerdings kennen gerade die jüngeren sie nicht mehr und wissen auch nicht wie sie sich im Ernstfall zu verhalten haben. Früher ertönten die Sirenen regelmäßig, sei es bei den wöchentlichen Funktionstests oder wenn die Feuerwehr in den Einsatz gerufen wurde. Doch seit über zehn Jahren werden die Einsatzkräfte in Siegen-Wittgenstein über Digitale Meldeempfänger alarmiert. Dabei gibt es Einsatzanlässe, bei denen es wichtig ist, dass die Bürgerinnen und Bürger informiert werden und schnell reagieren können. Die meisten werden sich zum Beispiel noch an den Gas-Unfall in Bad Berleburg im vergangenen Jahr erinnern, der bewiesen hat, dass auch hier Katastrophen möglich sind.

Bei einer Warnung vor Gefahren hört man einen Heulton (auf- und abschwellend). Damit verbunden ist die Aufforderung, einen Radiosender einzuschalten und auf Durchsagen zu achten. Gibt es Entwarnung, ertönt ein Dauerton; bei einem Probealarm ist eine Kombination aus auf- und abschwellenden und Dauertönen zu hören. Dauertöne, die zweimal unterbrochen werden, signalisieren einen Einsatz der Feuerwehr. Dies wird aber nur in Ausnahmefällen durchgeführt und hat nur Bedeutung für die Mitglieder der Feuerwehren.

Auch in Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück werden am Donnerstag um zehn Uhr Sirenen zu hören sein. Die Verwaltungen haben sich gemeinsam mit den Feuerwehren überlegt, wie der „Warntag“ am sinnvollsten gestaltet werden kann. Dabei wird es auch Bürgerinnen und Bürger geben, für die es ein ganz normaler Donnerstag sein wird, weil sie keine Sirene hören werden. Dies ist allerdings kein Grund zur Beunruhigung. Bei einer realen Gefährdung würden die betroffenen Ortslagen mittels mobiler Sirenen gewarnt.

In Bad Berleburg werden die Sirenen in der Kernstadt so wie in Alertshausen, Aue-Wingeshausen, Berghausen, Girkhausen, Raumland und Schwarzenau aktiviert.

In Bad Laasphe werden neben den Sirenen in der Kernstadt auch die Sirenen in Banfe, Feudingen, Puderbach, Rückershausen und Rüppershausen zu hören sein. Die Sirenen werden bereits digital über die Leitstelle des Kreises Siegen-Wittgenstein angesteuert. Neben den ortsfesten Sirenen werden in Niederlaasphe auch die mobilen Sirenen zum Einsatz kommen. Sollten die Bewohner in Niederlaasphe die Sirene nicht oder nur unzureichend hören bittet die Stadt Bad Laasphe um eine kurze Rückmeldung, damit die Probleme bis zu einem realen Einsatz behoben werden können.

In Erndtebrück ist geplant, möglichst flächendeckend zu alarmieren; die Kerngemeinde sowie die Ortsteile Birkefehl, Birkelbach, Schameder und Womelsdorf durch stationäre Sirenen und die Ortsteile Benfe und Zinse mittels mobiler Sirenen.

Der Warntag soll in Zukunft jedes Jahr am ersten Donnerstag im September landesweit stattfinden, um für das Thema „Warnung“ zu sensibilisieren und Informationen und Tipps für den Ernstfall zu geben. Landesweit hat sich gezeigt, dass sich in bestimmten Notsituationen wie bei Unwettern oder Großbränden einige Menschen nicht ausreichend informiert gefühlt haben.