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13.01.2021

Priorität liegt auf gutem Werkzeug zum Schutz der Bürger Neue Einsatzkleidung, neue Mitglieder

Sie begleitet die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr schützend bei allen Einsätzen, legt sich um sie wie eine zweite Haut und macht gefährliche Einsätze erst möglich - Einsatzkleidung. Aufgrund von neuen Hygienevorschriften wurde in der Gemeinde Erndtebrück nun nachgerüstet. Da ehrenamtliches Engagement die Arbeit und den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr erst ausmacht, freuen sich die Kameradinnen und Kameraden in der Gemeinde stets über neue Mitglieder und interessierte Feuerwehranwärterinnen und -anwärter. Für die gäbe es nicht nur Kleidung auf dem neusten Stand, sondern auch Zusammenhalt in einem starken Team.

Einsatzkleidung

Rund 30 Kilo tragen die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr bei Einsätzen mit sich herum. Hierzu zählt die komplette Montur, mit Jacke und Hose, aber auch die Atemschutzflasche darf nicht fehlen. Diese Schutzkleidung gilt als Werkzeug im Feuerwehr-Alltag und nichts ist wichtiger als gutes Werkzeug.

Seit vielen Jahren ist die Feuerwehr im Gemeindegebiet mit Einsatzkleidung, die speziell für Innenangriffe und für gefährlich heiße Bereiche entwickelt wurde, unterwegs. Diese Nomex-Einsatzkleidung ist nun in die Jahre gekommen, entspricht teilweise nicht mehr den aktuellen Anforderungen oder ist vereinzelt sogar nicht mehr zugelassen.

Auch die neuen Hygienevorschriften fordern derzeit vielerorts Floriansjünger zum Umdenken auf. Ein besonders wichtiges Thema ist hierbei die Schwarz-Weiß-Trennung, welche die Trennung von kontaminierter und anderer Kleidung erforderlich macht.

Zum Lösen dieses aktuellen Themenkomplexes gab es verschiedene Vorschläge. Möglichkeiten, wie der Umbau aller Gerätehäuser und die Einführung zusätzlicher Hygiene-Maßnahmen in den Gebäuden, hätten bei einer Vielzahl der Standorte in der Edergemeinde eine nicht unerhebliche, finanzielle Summe bedeutet.

Daher hat sich die Feuerwehr Erndtebrück dafür entschieden, die Hygiene-Maßnahmen vor Ort, an der jeweiligen Einsatzstelle, durchzuführen. So kann die kontaminierte Einsatzkleidung direkt an der Einsatzstelle gewechselt werden und die Kameradinnen und Kameradinnen können durch diesen Wechsel der Kleidung weitere Einsätze fahren. Eine zusätzliche Montur Nomex-Einsatzkleidung mach diese Vorgehensweise möglich, ergänzt durch die noch zugelassene aktuelle Nomex-Einsatzkleidung besitzt somit jede Kameradin, jeder Kamerad zwei Monturen. Die zusätzliche Nomex-Einsatzkleidung wird auf einer fahrenden Kleiderstange verlastet und an den Einsatzort gebracht, sollte ein Kleiderwechsel absehbar ein.

Durch diese Lösung ergeben sich für die Gemeinde und die Feuerwehr viele Vorteile: die Verfügbarkeit der Feuerwehrleute erhöht sich, da diese sonst bis zur endgültigen Reinigung ihrer kontaminierten Schutzkleidung nicht wieder einsatzfähig wären. Eine zweite Montur Einsatzkleidung führt außerdem auch zu einer Entlastung vor Ort und ermöglicht höherer Sicherheit und zeitlicher Flexibilität. Ein wesentlicher Vorteil ist weiterhin, dass eine Kontamination der Fahrzeuge und der Gerätehäuser vermieden wird. Das verhindert, dass während des Einsatzes nicht betroffene Kameradinnen und Kameraden auf der Rückfahrt in den Fahrzeugen kontaminiert werden. Da die Fahrzeuge auch für den Transport der Kinder- und Jugendfeuerwehr genutzt werden, ist es notwendig die Gefahr einer späteren Kontaminierung zu vermeiden.

Die neue Nomex-Kleidung wird in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren an die Kameraden ausgegeben. Diese Kleidung wurde teilweise aus dem Feuerwehretat der Gemeinde bezahlt, aber auch von den Kameraden vorfinanziert. Dies war eine dringend erforderliche Anschaffung, um die Sicherheit der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden bei Innenangriffen zu gewährleisten.

Diese Anschaffung ist somit nicht nur eine Anschaffung für die Feuerwehr, sondern dient ebenfalls der Sicherheit der Bürger in unserer Gemeinde. Die Sicherheit der Feuerwehrleute zu erhöhen, erhöht im Umkehrschluss auch immer die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Dies zieht sich hin von der persönlichen Ausrüstung über die Fahrzeuge und Geräte bis hin zur Wasserversorgung.

„Wir müssen in unserer Flächengemeinde bedenken, dass wir einiges an Industriestandorten, Wohnbebauung, drehleiterpflichtigen Gebäuden und einige Betriebe in Außenlagen haben. Neben der Infrastruktur mit Gefahrguttransporten gibt es noch in einigen Betrieben gelagerte Gefahrgüter.“ berichtet der Leiter der Erndtebrücker Feuerwehr, Karl-Friedrich Müller. „Für dieses komplette Spektrum von Kleinbränden bis zu ABC-Lagen muss eine Feuerwehr ausgerüstet und in der Lage sein, diese abzuwickeln.“

Neue Mitglieder

Hier ist noch Platz. Gut 160 Kameradinnen und Kameraden sind momentan bei der Feuerwehr Erndtebrück im Einsatz. Doch Einsatz bedeutet hierbei nicht nur vor Ort in den Flammen, bei Unfällen oder Unwettern - bei der Feuerwehr gibt es auch darüber hinaus vielfältige und interessante Betätigungsfelder. Diese gehen von der Einsatzabteilung mit den vielen Fachbereichen, der Betätigung in der Unterstützungsabteilung, der Arbeit mit der Kinder- und Jugendfeuerwehrbetreuung bis hin zur sehr umfangreichen Unterstützung der Einsatzabteilung.

Neben der Gemeinschaft und dem Mitwirken in einem starken Thema gibt es hier viele Möglichkeiten der persönlichen Entfaltung. Jede/r den die Feuerwehr schon immer interessiert hat, oder die/der einfach nur mehr wissen möchte, ist bei der Freiwilligen Feuerwehr herzlich willkommen. Da in der jetzigen Zeit durch Corona der Dienstbetrieb ruht, steht die Führung der Freiwilligen Feuerwehr für Auskunft und die weitere Abstimmung zur Verfügung.

Die Freiwillige Feuerwehr arbeitet außerdem präventiv und steht bei allgemeinen Fragen zu Brandschutz und Sicherheit jederzeit zur Verfügung. Informationen und Kontaktdaten können auf der Homepage der Freiwilligen Feuerwehr eingesehen werden: www.feuerwehr-erndtebrueck.de