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10.06.2020

KoDorf in Erndtebrück soll umgesetzt werden

Ein innovativer Ort zum Arbeiten und Wohnen soll entstehen, wo das „Miteinander“ über allem steht

Die Initiatoren des KoDorfes Frederik Fischer, Patric F.C. Meier und Katrin Frische sind mit Bürgermeister Henning Gronau in einer Videokonferenz kürzlich übereingekommen, dass die Idee nun in Erndtebrück umgesetzt werden soll. Viele Aspekte wurden im Vorfeld geklärt. Nun können die Gremien die entsprechenden Weichen stellen - der Rat der Gemeinde hat zum Beispiel in der kommenden Sitzung schon die Möglichkeit, ein entsprechendes Planverfahren einzuleiten.

Schon bei seinem ersten Besuch war Frederik Fischer von Erndtebrück sofort begeistert: „Bürgermeister Henning Gronau hat sich von Beginn an für die Idee eingesetzt und die Rahmenbedingungen vorangetrieben. Er hat uns Erndtebrück vor allem als einen sehr lebenswerten Ort vorgestellt, was für unsere Idee ein wichtiger Faktor ist. Wir freuen uns daher sehr, dass wir nun an dem Punkt angelangt sind, wo das KoDorf in die Tat umgesetzt werden kann.“

„Wir haben die Idee kontinuierlich weiter entwickelt und vor allem viele Vorgespräche geführt. Das Projekt kombiniert alles, was für uns Erndtebrücker wichtig ist: Zusammenhalt, Gemeinschaft sowie die Liebe zur Natur.“ so Bürgermeister Gronau begeistert.

Auch eine grundsätzliche Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden im Erndtebrücker Rat zu der Überlegung gab es bereits im letzten Jahr. „Dieser frühzeitige Dialog war uns sehr wichtig. Wir haben viele positive und konstruktive Rückmeldungen von den Fraktionen in dem Termin erhalten. Das sind tolle Voraussetzungen.“ so Patric F.C. Meier, der Ingenieur im Projektteam.

Neben planerischen Vorüberlegungen und Abstimmungen mit anderen Behörden ist auch der Außenauftritt für das Projekt bereits gestaltet. Hier kommt Katrin Frische ins Spiel. Sie ist im Projektteam für die Aufbereitung der Ideen zuständig. „Wir haben unter www.kodorf-erndtebrueck.de eine Internetpräsenz erstellt, die bereits jetzt - zum Zeitpunkt der ersten Veröffentlichung - allen Interessierten die Idee näher bringt. Wir freuen uns dabei auf Interesse von Erndtebrückern und denen, die es bald werden könnten,“ so Frische mit einem Augenzwinkern. 

Das Areal, auf dem das KoDorf nun entstehen soll, ist  das alte Sägewerkgelände Belz im Benfetal. Hier könnten bald 21 kleine Häuser entstehen. „Vor allem die Geschichte des alten Sägewerkes hat uns fasziniert. Aus einem Arbeitsort von früher kann so ein Wohn- und Arbeitsort von heute werden. Wir wollen deshalb auch Teile der bisherigen Gebäude erhalten und für einen Treffpunkt im Zentrum des Geländes umgestalten.“ so Meier zur Gestaltung des Areals. Frederik Fischer gab zudem einen Einblick in eine kleine Anekdote, die sich zu Beginn des Kontaktes nach Erndtebrück abspielte „Bürgermeister Gronau hatte von unserem Konzept gelesen und darin Potenzial gesehen. Er schickte mir dann eine Email mit einem Bild des Alten Sägewerkes und mit den Worten ‚Hier könnte Ihr KoDorf entstehen‘.stehen wir nur ein Jahr später tatsächlich vor der Umsetzung.“ Wie es der Zufall so will entsteht auch das erste KoDorf im brandenburgischen Wiesenburg auf einem ehemaligen Sägewerksgelände www.kodorf-wiesenburg.de Auch Frau Christel Belz, die Eigentümerin des Grundstücks, ist begeistert von diesem Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne: "Ich freue mich, dass auf der Fläche dieses tolle Projekt umgesetzt werden soll, das auch die Geschichte unseres alten Sägewerks aufgreift."

„Ich glaube, dass dieses Konzept für uns eine tolle Chance ist.“ so Henning Gronau abschließend.