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14.07.2020

Bundesministerin digital zu Gast in Erndtebrück - Austausch über Bäume und Engagement in einer Videokonferenz

Plant-For-The-Planet und Bundesministerin Svenja Schulze tauschten sich in einer Videokonferenz aus

Niederlande, Schweiz, Erndtebrück, Österreich – Eine Aufzählung die einem im Zeitplan einer Bundesministerin zunächst verwundern mag. Nun wurde dies jedoch für die Initiatoren der Erndtebrücker Plant-for-the-Plant Initiative und die Gemeinde Erndtebrück Wirklichkeit.

„Ein Bild von Eurer Baumpflanzaktion auf dem alle zusammen jubeln und Spaß haben“ ein Eindruck der Initiative, der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Gedächtnis geblieben ist und sicherlich auch ein Grund dafür war, an der Video-Konferenz mit Plant-for-the-Planet teilzunehmen. Zur Einladung des Erndtebrücker Bürgermeisters Henning Gronau hatte Frau Schulze, auch trotz aktuell enger Taktung gerne zugesagt, und sich vorher ein wenig in die Entstehungsgeschichte der Plant-for-the-Planet Gruppe eingelesen. „Henning hat mir von Eurem herausragenden Engagement berichtet. Deshalb wollte ich mehr darüber erfahren“ so die Ministerin einleitend.

„Dass Du Dir heute Zeit für uns nimmst, ist eine tolle Wertschätzung für das Engagement hier in Erndtebrück“ begrüßt Henning Gronau Ministerin Schulze und den Teilnehmerkreis und stellte diesen vor. Nach einigen einleitenden Worten von Svenja Schulze stellte diese jedoch schon die erste Frage an die Gründerinnen Elsa Harnisch und Malin Graffmann: „Ihr wolltet Bäume pflanzen – wie lief es damals ab, als ihr die Initiative gegründet habt?“ Die beiden erzählen von ihrer Ausbildung zu Klimabotschafterinnen im Jahr 2017, die Suche nach Unterstützung und guten Kontakten. Dabei haben sich die beiden gegenseitig Mut zugesprochen, um bei einem Treffen Bürgermeister Henning Gronau um seine Mithilfe als Schirmherr der Initiative zu bitten. Die Entscheidung fiel dem Rathauschef nicht schwer, ebenso wenig, wie vielen anderen, die heute zur großen Gruppe von Plant-for-the-Planet gehören. „Wenn man etwas zusammen macht, kann man sich gut gegenseitig ermutigen. So haben wir viele Freunde und Verwandte angesprochen und auch übers Internet auf uns aufmerksam gemacht.“ so Malin. Um ihre Botschaft für die Umwelt zu verbreiten, bilden einige Kinder der Initiative bereits selbst Kinder zu Klimabotschaftern aus. Auf die Frage, wie die Jugendlichen zu diesem Wissen kommen, erzählen Sie von der Unterstützung durch den Dachverband der Bücher, Infos und Flyer an Klimabotschafter weiter gibt.

Und Wissen vermitteln, das können die beiden: nach der Zusage des Bürgermeisters für ihr Projekt haben die zwei bereits eine „sehr lehrreiche Präsentation vor dem Umweltausschuss im Erndtebrücker Rathaus gehalten. Hiervon war ich sehr beeindruckt und wir konnten alle dabei noch viel Neues lernen, zum Beispiel über den Aufbau der Eisschichten in Grönland.“ berichtet Henning Gronau von diesem besonderen Moment. „Man hört nie auf zu lernen“ bestätigt Svenja Schulze fröhlich und erzählt vom BMU Kids (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit), www.bmu-kids.de. Hier werden Inhalte des Umweltschutzes leicht zugänglich und einfach dargestellt, um schon Kindern einen Zugang zur Politik und Umwelt zu geben.

Die Gruppe Plant-for-the-Planet hat sich übrigens für dieses Jahr ein besonderes Ziel gesetzt: 1000 Setzlinge sollen 2020 einen Platz in der Wittgensteiner Erde finden. Elsa erzählt von der diesjährigen Pflanzaktion auf dem Friedhof Steinseifen: „Am Tag des Baumes im April haben wir dort schon 350 Setzlinge eingepflanzt. Wegen Corona konnten wir dort nur in Schichten pflanzen, was aber auch gut geklappt hat.“ Hier wachsen nun unter anderem Erle, Hainbuche, Ahorn und Weide am Fuße des Friedhofs. „Das Gießen anschließend haben wir natürlich auch übernommen – immerhin sind fast alle Setzlinge angegangen.“ freut sich die Mitbegründerin von Plant-for-the-Planet Erndtebrück.

Finanziert werden diese Bäume durch den Erlöser aus `der guten Schokolade´ und von einigen Preisgeldern. Hier erzählen Malin Graffmann und Elsa Harnisch der Bundesministerin stolz von ihren Erfolgen, wie dem Gewinn des Klimaschutzpreises in Erndtebrück, dem zweiten Platz beim Heimatpreis Siegen-Wittgenstein oder auch von der Crowdfounding-Aktion mit der Wittgensteiner Volksbank.

Auch Ministerin Schulze berichtet von eigenen Baumpflanzungen und gibt einen Ausblick, der die Botschaft von Plant-for-the-Plant nur unterstreicht: Wir brauchen mehr Bäume, diese geben eben auch den schönsten Schatten und diese Schattenplätze werden wir auch in Zukunft immer mehr brauchen.

Als die Videokonferenz sich dem Ende neigt bedankt sich Bürgermeister Henning Gronau bei Svenja Schulze für die gemeinsame Videokonferenz und damit für die Wertschätzung den jungen Menschen gegenüber: „Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist dieses Treffen zwischen unserer Initiative vor Ort und Dir als Ministerin zu organisieren. Das zeigt, dass junge Menschen und deren Projekte für den Klimaschutz einen hohen Stellenwert haben.“ Frau Schulze ermutigt die Initiative ihre Botschaft weiter zu bringen und den Spaß an der Sache nicht zu verlieren - eine Ermutigung, der die beiden Mädchen mit einem „Wir machen auf jeden Fall weiter!“ lächelnd begegnen.

Wer die Initiative Plant-for-the-Plant unterstützen möchte, kann dies, neben dem Kauf der `guten Schokolade´, natürlich auch bei gemeinsamen Aktionen oder Spenden. Für Informationen hierzu bitte Kontakt zur Initiative aufnehmen: Plant-for-the-Planet@web.de