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26.11.2015

Wieder einmal volles Haus im Hachenberg Casino

Ehemalige Soldaten und Beschäftigte zurück am Luftwaffenstandort Erndtebrück.

Erndtebrück. Zum traditionellen Ehemaligentreffen am Luftwaffenstandort Erndtebrück begrüßte der Standortälteste und Kommandeur des Einsatzführungsbereich 2, Oberstleutnant Lars Hoffmann, in diesem Jahr circa 80 ehemalige Soldaten und Beschäftigte als Gäste im Casino auf dem Hachenberg.

Austausch aktiver und ehemaliger Bundeswehrangehöriger

"Das alljährliche Zusammentreffen mit ehemaligen Soldaten und Zivilbediensteten des Hachenbergs ist auch für uns Aktive, eine Veranstaltung der wir in jedem Jahr mit Freude entgegenblicken“, stellte Oberstleutnant Hoffmann im Rahmen des Ehemaligentreffens fest und betonte, „dient diese Veranstaltung doch zugleich dem Austausch und der Stärkung der Verbundenheit.“ Bei seinen Ausführungen informierte der Stabsoffizier die Zuhörer dann insbesondere über Neuerungen im Einsatz- und Ausbildungsbetrieb sowie den aktuellen Planungsstand zu den beiden im nächsten Jahr anstehenden Jubiläen, „60 Jahre Luftwaffe“ und „50 Jahre Garnison Erndtebrück“. Demnach wird die Gründung der Luftwaffe vor 60 Jahren im Rahmen des Tages der Bundeswehr am 11. Juni 2016 gefeiert. Das organisieren zwei Geschwader, das Lufttransportgeschwader 63 in Hohn bei Rendsburg und das Taktisches Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg an der Donau. „Wir werden uns da einklinken“, stellt der Standortälteste fest. „Das eigene 50-jährige Bestehen der Garnison feiern wir mit den Erndtebrücker Bürgern am 28. April 2016 mit einem „Großen Zapfenstreich“ im Pulverwaldstadion.“ Natürlich durfte in diesem Zusammenhang auch der Rückblick auf den diesjährigen „Tag der offenen Tür“, bei dem es am 27. Juni über 5000 Menschen auf den Hachenberg zog, nicht fehlen. Ähnlich gut vorbereitet, eben generalstabsmäßig geplant, wollen die Verantwortlichen im kommenden Jahr auch das Jubiläum „50 Jahre Garnison Erndtebrück“ in Angriff nehmen.

Informationen aus erster Hand

Zudem stand auch das aktuelle Thema Flüchtlingshilfe und das damit verbundene Engagement des Luftwaffenstandortes auf dem Sprechzettel des Standortältesten. Er erläuterte den Zuhörern, dass Soldatinnen und Soldaten der Hachenberg-Kaserne derzeit in Nürnberg, Feldkirchen, Erding, Finnentrop und Bremen im Rahmen der Flüchtlingshilfe eingesetzt sind und darüber hinaus auch noch Personal für „Schnelle Unterstützungskräfte“ zur Verfügung gestellt wird. Zu laufenden und geplanten Infrastrukturvorhaben des Einsatzführungsbereichs informierte der Standortälteste beispielsweise über den Fortgang des Neubaus des Ausbildungsgebäudes, in dem künftig alle Ausbildungsgänge, auch infrastrukturell in einem neuen Gebäudekomplex zusammengeführt werden sollen. „Die Maßnahme schreitet zügig voran und sicher können wir schon bald Richtfest feiern“, stellte Oberstleutnant Hoffmann fest. Auch über den Fortgang des Rüstungsprojektes ARED (Aktives Radarrundsuchgerät Einsatzführungsdienst), das 2015 planmäßig abgeschlossen wurde, informierte der Kommandeur umfassend. Der Abgesetzte Technische Zug 248 (AbgTZg 248) in Freising, Teil des Einsatzführungsbereich 2 in Erndtebrück, übernahm im September das letzte der neuen Radargeräte vom Typ Ground Master 406 Fixed (GM 406 F). Sechs Stück davon wurden zwischen 2011 und 2015 zentral in Deutschland auf einer Nord-Süd-Achse (in Brekendorf, Visselhövede, Auenhausen, Erndtebrück, Lauda und Freising) eingerüstet. Damit steht dem Einsatzführungsdienst der Luftwaffe flächendeckend ein modernes, leistungsfähiges und zuverlässiges Radarsystem zur Verfügung. In der Folge informierte Oberstleutnant Michael Jäger, Dienststellenleiter des Systemzentrum 25, über den Aufwuchs seines Personals auf mittlerweile 160 Dienstposten sowie laufende Projekte der sogenannten „Softwareschmiede der Luftwaffe“.

„Hachenberg-Familie“

Es ist für die ehemaligen Bundeswehrangehörigen mittlerweile fast zu einer Selbstverständlichkeit, bestimmt aber zu einer liebgewonnenen Tradition geworden, sich zum alljährlichen Kameradschaftstreffen auf dem Hachenberg einzufinden. Dabei hat es den Besuchern des Hachenberg Casinos speziell das vertraute und familiäre Umfeld angetan. Auch in diesem Jahr nutzten die Ehemaligen darum nach dem offiziellen Teil auch wieder einmal die Gelegenheit zum intensiven Austausch innerhalb der „Hachenberg-Familie“ mit den anwesenden aktiven Soldatinnen und Soldaten.

Autor/in: Luftwaffe/ Peter Hanke