Seiteninhalt
10.03.2016

Pulverwaldstadion wird zum »Gardeplatz«

Vorbereitungen zum „Großen Zapfenstreich“ in Erndtebrück laufen.

Erndtebrück. Der Luftwaffenstandort Erndtebrück feiert in diesem Jahr sein 50jähriges Bestehen und lädt in diesem Zusammenhang am 28. April um 21.30 Uhr zum „Großen Zapfenstreich“ in das Pulverwaldstadion ein. Die Plakatierung beginnt Ende März. Der Standortälteste der Hachenberg-Kaserne, Oberstleutnant Lars Hoffmann, und der Projektverantwortliche, Oberstleutnant Jörg Wagener, gaben jedoch vorab schon einmal einen ersten Einblick zum Stand der Vorbereitungen.

Dank an die Garnisonsgemeinde

Das Jahr 2016 wird für die Luftwaffe ein ganz Besonderes. „Seit nunmehr 60 Jahren leisten wir als Luftwaffe einen wesentlichen Beitrag für den Frieden und die Freiheit unseres Landes und unserer Partner. Auf diese sechs Jahrzehnte können wir alle mit Stolz zurückblicken. An der Erfolgsgeschichte des „Teams Luftwaffe“ hat auch unser Garnisonsstandort Erndtebrück, der in diesem Jahr selbst ein halbes Jahrhundert alt wird, einen maßgeblichen Anteil“, verdeutlicht der Standortälteste. Zum eigenen Jubiläum wird es am 28. April ab 18.30 Uhr vorab einen Empfang für geladene Gäste in der Schützenhalle geben. In der Folge des Empfangs ist dann um 21.30 Uhr ein öffentlicher „Großer Zapfenstreich“ im Pulverwaldstadion geplant. „Wir gehen mit dem „Großen Zapfenstreich“ ganz bewusst in die Garnisonsgemeinde hinein, denn wir möchten diese Veranstaltung auch als Dank an die Gemeinde verstanden wissen“, erklärt Wagener. Bei ihm laufen alle Fäden des Organisationsteams zusammen. „Es fängt mit so banalen Dingen an, dass wir genügend Paradehelme und Fackeln zur Verfügung haben müssen“, verdeutlicht der Projektverantwortliche und kann zu diesem Punkt auch gleich Entwarnung geben, denn diese beiden Utensilien liegen bereits in ausreichender Anzahl im Keller des Stabsgebäudes. „Trotzdem gibt es noch viel zu tun und wir sind sehr dankbar für die breite Unterstützung, denn es gibt wieder einmal viele helfende Hände, die keine Luftwaffenuniform tragen!“

Vom Einsatzführungssoldaten zum Gardisten

„Da wir zu unserem „Großen Zapfenstreich“ jedoch keine Unterstützung von den „Profis“ des Wachbataillons erhalten werden, wird es unsere Kernaufgabe sein, die Soldatinnen und Soldaten des Luftwaffenstandortes Erndtebrück - aufgrund des Dauereinsatzauftrages - innerhalb von lediglich vier Tagen für diese fordernde Aufgabe vorzubereiten“, beschreibt Oberstleutnant Hoffmann die Besonderheit dieser Veranstaltung. Das bedeutet, mit den insgesamt etwa 150 Soldatinnen und Soldaten, die als Einsatzführer in Teilen schon lange keinen Formaldienst mehr genießen durften, den Ablauf sehr dezidiert einzuüben. „Einsatzführungssoldaten müssen also quasi zu Gardisten werden.“ Am Luftwaffenstandort ist man sich der Herausforderung schon sehr bewusst, aber „wir sind davon überzeugt, dass eine Parade auch ohne direkte Beteiligung des Wachbataillons sehr wohl so durchgeführt werden kann, dass sie ein sehr ansehnliches Bild abgibt“, stellt Wagener fest.

Autor/in: Luftwaffe/ Peter Hanke