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18.04.2018

Neuer Kommandeur auf dem Hachenberg

Oberst Lars Hoffmann übergibt an Oberstleutnant Jörg Sieratzki

Erndtebrück. "Herr Oberst Hoffmann, Sie stehen heute das letzte Mal vor Ihrer Truppe. Abschied geht immer einher mit Loslassen, aber auch mit dem Wissen, eigene Spuren hinterlassen zu haben." Mit diesen Worten wandte sich Generalmajor Walter Huhn, stellvertretender Kommandeur und Chef des Stabes des Zentrums Luftoperationen, gestern im Rahmen eines militärischen Appells an Oberst Lars Hoffmann, bevor er ihn von der Führung des Einsatzführungsbereichs 2 entband und die Verantwortung an den neuen Kommandeur, Oberstleutnant Jörg Sieratzki, übertrug.

Bewegte Amtszeit

"Herr Oberst Hoffmann, seit der Übernahme der Aufgabe als Kommandeur im Dezember 2014 hat sich hier an diesem schönen Standort Erndtebrück eine Menge getan", skizzierte Generalmajor Huhn die bewegte Amtszeit des scheidenden Kommandeurs. Ob z. B. die Übernahme der neuen "Groundmaster" Großraumradargeräte, das Richtfest für das neue Ausbildungs-, Trainings- und Testgebäude, der Hard- und Softwareaustausch im Luftverteidigungsgefechtsstand oder die Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Luftwaffenstandorts Erndtebrück. Auch die Erweiterung der zentralen Ausbildungsstätte für den Flugführungsdienst auf die Standorte Kaufbeuren und Idar-Oberstein fiel in die Amtszeit von Oberst Lars Hoffmann. All diese Herausforderungen wurden durch den Einsatzführungsbereich 2 neben der Hauptaufgabe, der Überwachung des deutschen Luftraums an 365 Tagen "rund um die Uhr", hervorragend gemeistert. "Dafür mein Respekt und meine tiefe Anerkennung – machen Sie weiter so", betonte der Generalmajor.

"Danke, dass ich Teil Ihres Teams sein durfte, Danke für die Kameradschaft und für die Freundschaft" betonte Oberst Hoffmann dann, als er sich das letzte Mal an die Angehörigen des Einsatzführungsbereichs 2 wandte. Mit Blick auf die durch Generalmajor Huhn aufgezeigten vielfältigen Aufgaben erklärte der scheidende Kommandeur, dass die gelungene Umsetzung eben jener Forderungen nicht das Werk

Einsatzführungsbereich 2

eines Einzelnen war. Die Zusammenarbeit aller Bereiche und die Fähigkeit eines jeden einzelnen Angehörigen, aus dem Verband Verantwortung zu übernehmen, hätten dies erst möglich gemacht. "Behalten Sie das bei, liebe Angehörige der gesamten Hachenberg-Kaserne! Bleiben Sie selbstbewusst, stolz auf Ihre eigene Leistung und Ihr Können, stolz auf`s Team und stolz auf den Luftwaffenstandort." Seinem Nachfolger wünschte Hoffmann: "Viel Freude bei der Arbeit an diesem wunderbaren Standort. Genieße die Zeit."

Aller guten Dinge sind drei

Der neue Kommandeur, Oberstleutnant Jörg Sieratzki ist nicht wirklich neu am Luftwaffenstandort Erndtebrück. Bereits 1987 lernte er die Vorzüge der Wittgensteiner Landschaft während seiner allgemeinen Grundausbildung kennen. Seine weiteren Verwendungen führten nach Eckernförde und nach Köln. 2009 führte ihn der Weg dann wieder nach Erndtebrück, wo er als stellvertretender Kommandeur erstmals Nachfolger von Oberst Hoffmann wurde. 2012 folgte er Oberst Hoffmann in das Personalamt der Bundeswehr nach Köln um ihm nun -aller guten Dinge sind drei- als Kommandeur auf den Hachenberg zu folgen. "Bereits während meiner Zeit als stellvertretender Kommandeur hatte ich hier meine soldatische Heimat neu gefunden", freute sich Oberstleutnant Sieratzki über seine Rückkehr nach Erndtebrück. "Meine Damen und Herren, ich benötige Ihre Expertise, Ihre Erfahrung, Ihr Vertrauen und Ihre Loyalität, um unseren Verband erfolgreich führen und mit Ihnen gemeinsam die kommenden Herausforderungen bewältigen zu können", richtete der neue Kommandeur seine ersten Worte an die Angehörigen des Einsatzführungsbereichs 2. Auch auf die kommende Zusammenarbeit mit dem zivilen und politischen Umfeld in der Region freut sich der Oberstleutnant: "Es ist mir sehr wichtig und mein Bestreben, den engen Dialog und die hervorragende Zusammenarbeit nahtlos fortzuführen."

Text: Oliver Klaas