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17.10.2018

Führungspersonal wechselt am Luftwaffenstandort

Oberstleutnant Michael Wentzel folgt auf Oberstleutnant Jörg Wagener

Erndtebrück. Im Rahmen eines feierlichen Appells übertrug der Kommandeur des Einsatzführungsbereichs 2, Oberstleutnant Jörg Sieratzki, die Leitung der Einsatzgruppe von Oberstleutnant Jörg Wagener an Oberstleutnant Michael Wentzel. Rund 90 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Militär und öffentlichem Leben verfolgten, bei bestem Herbstwetter, das militärische Zeremoniell in der Hachenberg-Kaserne.

Ungemein komplexes Aufgabenpaket

„Kaum bin ich selbst ein halbes Jahr im Amt, da habe ich heute bereits das Kommando über die Einsatzgruppe unseres Verbandes von meinem Stellvertreter, Herrn Oberstleutnant Jörg Wagener, an seinen Nachfolger, Herrn Oberstleutnant Michael Wentzel, zu übergeben.“ Mit diesen Worten begrüßte der Kommandeur des Einsatzführungsbereichs 2, Oberstleutnant Jörg Sieratzki, die Soldatinnen, Soldaten und zivilen Mitarbeiter der Einsatzgruppe, sowie die anwesenden Gäste. Die Einsatzgruppe ist für die Überwachung des deutschen Luftraums an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr zuständig. Zusätzlich wird der Flugbetrieb der Taktischen Luftwaffengeschwader, diverse Hochwertübungen im In- und Ausland und die Sicherung des NATO-Luftraums in Zusammenarbeit mit den Bündnispartnern unterstützt. Hierzu betreibt die Einsatzgruppe Großraumradargeräte und Funkanlagen an zehn Standorten in Deutschland, sowie die Luftraumüberwachungszentrale, das sogenannte Control and Reporting Centre (CRC) in Erndtebrück. „Dieses ungemein komplexe Aufgabenpaket erfordert eine hoch kompetente Führungsleistung“ betonte der Kommandeur, als er die Arbeitsleistung Jörg Wageners in den vergangenen drei Jahren skizzierte. An den Nachfolger Oberstleutnant Michael Wentzel gewandt, erklärte Jörg Sieratzki: „Lieber Michael, mit deinem persönlichen Werdegang und deinem Erfahrungsschatz bist du als Leiter unserer Einsatzgruppe ganz hervorragend vorbereitet und aufgestellt.“

Dank und Hochachtung

„Vor nunmehr drei Jahren und vier Monaten wurde mir die Ehre zu teil, die Einsatzgruppe des Einsatzführungsbereichs 2 führen zu dürfen“, wandte sich der noch amtierende Leiter Oberstleutnant Wagener an die Soldaten und zivilen Mitarbeiter, als er die vergangene Amtszeit Revue passieren ließ. Hierbei nutze er die Gelegenheit, sich ausführlich bei dem Personal der Radarstellungen, die von der Nordsee bis an die Alpen verteilt sind, dem technischen Personal in Erndtebrück und der Besatzung der Luftraumüberwachungszentrale zu bedanken. „Für Ihren Dienst, Soldatinnen und Soldaten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gebührt Ihnen Dank und Hochachtung“. Wagener, der seinen künftigen Dienst beim Bundesamt für Personalmanagement versehen wird, berichtete von seiner intensivsten Periode in seiner bisherigen Dienstzeit. Neben dem „normalen Dienst“ gab es viele Herausforderungen, wie die Umstellung auf moderne Technik, Personalabstellungen oder Bauvorhaben zu stemmen. Oberstleutnant Wagner sowie der Kommandeur nutzten die Gelegenheit um sich ausdrücklich beim Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Netphen zu bedanken. Gab dieser doch, in professioneller Qualität, den würdigen musikalischen Rahmen für diese Veranstaltung.

Von Italien nach Erndtebrück

Für den Nachfolger, Oberstleutnant Michael Wentzel, ist Erndtebrück keine neue Erfahrung. Von 2002 bis 2008 leistete er bereits Dienst auf dem Hachenberg, zuletzt als Einsatzführungsstabsoffizier. Das betonte er auch in seiner Antrittsrede: “Nachdem ich in diesem Verband bereits sechs Jahre dienen durfte, fühlt es sich ein wenig wie „Heimkommen“ an.“ Vor der Übernahme der Einsatzgruppe war er in einem NATO-Gefechtsstand in Poggio Renatico / Italien eingesetzt. Von dort aus hat er jedoch immer ein Auge auf die Aktivitäten in der Edergemeinde gehabt und mit Interesse verfolgt, was sich in den letzten Jahren getan hat. „Es ist ersichtlich: In der Hachenberg-Kaserne tut sich stets etwas“ erklärte der Oberstleutnant. Gleichzeitig ist er sicher, dass dies auch künftig so bleiben wird und stellt sich gerne der Herausforderung. „Ich freue mich sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit mit Ihnen und zähle auf Ihre Tatkraft und Unterstützung“ betont Wentzel an das Personal der Einsatzgruppe gewandt.

Text: Oliver Klaas