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23.06.2016

Einsatzunterstützungsstaffel 22 unter neuer Führung

Oberstleutnant Frank Kammerer folgt auf Hauptmann Franz-Josef Voißel.

Erndtebrück. Im Zuge eines feierlichen Appells am Luftwaffenstandort Erndtebrück übertrug der Kommandeur Einsatzführungsbereich 2, Oberstleutnant Lars Hoffmann, die Führung der Einsatzunterstützungsstaffel 22 von Hauptmann Franz-Josef Voißel an Oberstleutnant Frank Kammerer.

Prototyp eines erfolgreichen Generalstabsoffiziers

„Ich erkläre Ihnen gleich“, so der Kommandeur, „warum die Chefzeit von Hauptmann Voißel bei uns gelinde gesagt, leider reichlich kurz ausfiel.“ Der Hauptmann übernahm das Kommando der Einsatzunterstützungsstaffel 22 nämlich erst am 22. Oktober 2015 und war damit schon der zweite Staffelchef, dieser noch jungen, zum 1. Januar 2014 neu aufgestellten Einheit. Eine maßgebliche Einheit, denn mit den zahlreichen und verschiedenen Tätigkeiten, die durch die Einsatzunterstützungsstaffel 22 quer durch Deutschland verteilt ausgeführt werden, ist sie „ein ganz vitaler und wichtiger Bestandteil des Verbandes. Ohne Sie läuft hier im wahrsten Sinne des Wortes nichts. Ohne Sie käme der Verband sofort zum Erliegen“, fasst der Kommandeur die Bedeutung der Staffel zusammen. Ursprünglich sollte Hauptmann Voißel hier in Erndtebrück auch für etwa drei Jahre als Staffelchef fungieren. Allerdings hatte Voißel seinen Stabsoffiziersgrundlehrgang an der Führungsakademie in Hamburg so hervorragend abgeschlossen, dass er im Februar in einer Auswahlkonferenz für die Teilnahme am Generalstabslehrgang ausgewählt wurde. „Nur eine kleine Prozentzahl unserer Truppenoffiziere wird jährlich zum Generalstabsoffizier ausgebildet. Von den Technikern, wie Hauptmann Voißel einer ist, jeweils höchstens einer, was beweist, was für Potenzial in diesem jungen Mann steckt“, verdeutlicht Hoffman während seiner Rede. Der Kommandeur ist sich sicher, „dass Sie der Prototyp eines erfolgreichen Generalstabsoffiziers sein werden“ und gibt einen Rat mit auf den Weg: „Bleiben Sie einfach so authentisch wie bisher!“

Der beste Spieß der Welt

Während seiner Rede dankte Hauptmann Franz-Josef Voißel zunächst den beiden Sensorzugführern, Hauptmann Timo Fischer aus Lauda und Hauptmann Hendrik Hector aus Auenhausen, für ihren „Einsatz und die Bewältigung des unheimlich weitläufigen und äußerst schwierigen Aufgabenbereiches“. Wie weitläufig dieser Verantwortungsbereich ist, erfuhr der neue Staffelchef, Oberstleutnant Frank Kammerer, schon im Rahmen der Einweisungsfahrten. „In den letzten beiden Wochen haben wir gemeinsam mit unserem Spieß circa 3.500 km in Deutschland zurückgelegt. Während dieser Zeit konntest Du Dir bereits ein Bild von der Vielfalt an Unterschieden eines jeden Standortes sowie von der Leistungsfähigkeit und guten Stimmung dieser Truppe machen“, verdeutlicht der scheidende Chef die enorme geographische Ausdehnung des unterstellten Bereichs. Dieser erstreckt sich von Nord- und Ostsee bis zum Bodensee und den Alpen. „Von Herzen den allergrößten Dank an, Oberstabsfeldwebel Stefan Selzer, den besten Spieß der Welt und Danke an die beste Frau des besten Spieß der Welt“, so formulierte es Voißel und begründete: „So herzlich wie ich hier von Euch Beiden empfangen und aufgenommen worden bin, kann ich euch gar nicht genug danken.“ Von seiner Truppe verabschiedete sich Voißel mit den Worten: „Danke, dass Sie personelle Vakanzen durch Eigeninitiative auch weit abseits ihrer originären Standorte kompensieren. Danke, dass Sie kritisch aber konstruktiv hinterfragen und uns so helfen, besser zu werden. Ihnen allen gebührt nicht nur mein Dank, sondern vielmehr mein allergrößter Respekt. Bleiben Sie alle genauso wie Sie sind!“

Soldatenberuf von der Pike auf durch alle Laufbahnen gelernt

Während seiner Ansprache ging Oberstleutnant Hoffmann auf die „faszinierende Unterschiedlichkeit“ der Werdegänge des alten und neuen Staffelchefs ein. Während Voißel direkt in die Laufbahn eines Truppenoffiziers mit Studium sowie einer frühen Verwendungen in einer Höheren Kommandobehörde und als Adjutant eines Zwei-Sterne-Generals einstieg, „haben Sie, Herr Oberstleutnant Kammerer, unseren Beruf von der Pike auf durch alle Laufbahnen gelernt.“ Was das im Detail bedeutet, erklärt der Kommandeur eindrucksvoll: „Ganze vier Offiziere des militärfachlichen Dienstes der Luftwaffe werden pro Jahr für die Stabsoffizierslaufbahn ausgewählt.“ Oberstleutnant Frank Kammerer ist einer von ihnen. Für den gelernten Nachrichtengerätemechaniker, der bei der Luftwaffe über die Jahre vom Funkmechaniker zum Stabsoffizier aufstieg, „ist das heute ein wichtiger Moment!“ Der neue Staffelchef wünscht sich mit seiner Truppe eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ und verdeutlicht nochmal: „Weil ich alle Dienstgradgruppen durchlaufen habe, kann ich mich gut in Sie hineinfühlen!“

Autor/in: Luftwaffe/ Peter Hanke