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06.04.2016

40jähriges Dienstjubiläum für Rüdiger Schmidt

„Ziviler Kamerad“ beim Abgesetzten Technischen Zug 245 erhält Dankesurkunde.

Brekendorf/Erndtebrück. Bereits seit 40 Jahren ist Rüdiger Schmidt bei der Luftwaffe. Grund genug dieses in Brekendorf (Schleswig-Holstein) während eines Antretens der Soldaten und Zivilbeschäftigen des Abgesetzten Technischen Zuges 245 (AbgTZg 245) entsprechend zu würdigen. Dabei überreichte der Staffelchef der Einsatzunterstützungsstaffel 22 aus Erndtebrück (Nordrhein-Westfalen), Hauptmann Franz-Josef Voißel, dem Jubilar die Dankesurkunde des Präsidenten des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr.

Berufliche Zufriedenheit gefunden

„Auch wenn ich mittlerweile doch schon mal an den Ruhestand in fünf Jahren denke“, so betonte der 62jährige, „gehe ich heute noch genauso gerne wie am ersten Tag auf die Dienststelle, denn ich habe hier einfach meine berufliche Zufriedenheit gefunden. Ich identifiziere mich voll und ganz mit dem Standort, an dem ich beinahe mein ganzes Leben verbringen durfte. Besonders schön ist aber, dass mich die Soldaten in Brekendorf quasi als „zivilen Kameraden“ in den Kreis der Uniformierten aufgenommen haben.“ Am 1. April 1976 begann der gelernte Elektroinstallateur seinen Dienst zunächst als Soldat auf Zeit beim damaligen Luftwaffenausbildungsregiment in Budel (in den Niederlanden). Nach der Allgemeinen Grundausbildung wurde Schmidt an den Luftwaffenstandort Brekendorf zum III. /Fernmelderegiment 34 (III. FmRgt 34) versetzt und dort - nach Abschluss der Ausbildung (beim 6. FmRgt 34) - als Fernmeldemechanikermeister eingesetzt. Zum Ende seiner aktiven Dienstzeit als Soldat auf Zeit begann bereits die Ausbildung zum Stromerzeugungsanlagenmechaniker, denn anschließend sollte Schmidt ab April 1988, in Brekendorf als Zivilbeschäftigter in der Wartungs- und Instandsetzungsgruppe Maschinenanlagen (WIGMA) eingesetzt werden. Im Dezember 1989 absolvierte Rüdiger Schmidt die Meisterprüfung im Elektrohandwerk und wurde in der Folge bei der damaligen Technischen Kompanie 132 der Radarführungsabteilung 13 im Bereich der WIGMA auch als Elektromeister und zudem als Schichtleiter eingesetzt. 2002 schloss Schmidt die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit ab. Zwischen 2004 und 2008 war der Norddeutsche neben der Funktion als aktiver Arbeitsschützer der Radargerätestellung in Brekendorf parallel auch mit den Belangen der Arbeitssicherheit der Standortverwaltung in Rendsburg betraut. Seit 1. März 2008 ist Rüdiger Schmidt Leiter der WIGMA beim Abgesetzten Technischen Zug in Brekendorf.

Älteste Einsatzstellung des Einsatzführungsdienstes

Die Liegenschaft wurde der Luftwaffe 1959 von der Royal Air Force übergeben. Damit ist Brekendorf die älteste Einsatzstellung des Einsatzführungsdienstes. Im Jahr 2003 wurde die damalige Radarführungsabteilung 13 nach über 40 Jahren im Einsatzführungsbetrieb außer Dienst gestellt und das örtliche Radar durch den neu aufgestellten AbgTZg 431 weiter betrieben. 2014 wurde der heutige AbgTZg 245 in die Einsatzunterstützungsstaffel 22 eingegliedert und dem Sensorzug II in Auenhausen (Nordrhein-Westfalen) unterstellt. Der Einsatzunterstützungsstaffel 22 in Wittgenstein unterstehen insgesamt zehn militärische Radarzüge im Westen Deutschlands von der dänischen bis zur schweizer Grenze. Die Staffel ist wiederum Teil des Einsatzführungsbereich 2 (EinsFüBer 2). Dieser betreibt das Control- and Reporting Center (CRC), den Luftverteidigungsgefechtsstand der Luftwaffe im Verbund der integrierten NATO-Luftverteidigung. Er hat die Aufgabe, den Luftraum über der Bundesrepublik Deutschland zu überwachen und Schutz- sowie Verteidigungsmaßnahmen zu koordinieren, zu steuern und gegebenenfalls erforderliche Abwehrmaßnahmen durchzuführen.

Autor/in: Luftwaffe/ Peter Hanke