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Wirtschaft

Jahresempfang in der Hachenberg-Kaserne

"Viele Soldaten haben Erndtebrück über die regionalen Grenzen hinaus bekannt gemacht."

Jahresempfang in der Hachenberg-Kaserne

Der Bürgermeister der Gemeinde Erndtebrück, Karl Ludwig Völkel, und der Standortälteste, Oberst Dieter Beck konnten am 17. Februar mehr als 300 Gäste im Offizierheim der Hachenberg-Kaserne zum traditionellen gemeinsamen Jahresempfang begrüßen.

Oberstleutnant Bernd Lorenzen mit seiner Ehefrau Heike Lindt-Lorenzen, Bürgermeister Karl Ludwig Völkel sowie Heike Beck und Oberst Dieter Beck
Mehr als 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und dem öffentlichen Leben konnten der Bürgermeister und der Standortälteste begrüßen.

Oberst Beck ging in seiner Rede auf die aktuellen Veränderungen in der Bundeswehr ein und stellte klar, dass die Überwachung des Luftraums über der Bundesrepublik Deutschland und die Sicherstellung der Souveränität auch künftig zu den Kernfähigkeiten der Luftwaffe gehöre. "Es ist durchaus davon auszugehen", so der Standortälteste, "dass auch der Einsatzführungsdienst einen Beitrag zur Reduzierung der Streitkräfte leisten muss". Doch die Standortentscheidungen seien erst im Sommer 2011 zu erwarten. Oberst Beck ist sich sicher, "dass Entscheidungen nach klaren Kriterien sorgfältig vorbereitet und verantwortungsvoll und nachvollziehbar getroffen werden".

Mehr als 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und dem öffentlichen Leben konnten der Bürgermeister und der Standortälteste begrüßen
Mussten viele Hände schütteln. V.l.n.r. Oberstleutnant Bernd Lorenzen mit seiner Ehefrau Heike Lindt-Lorenzen, Bürgermeister Karl Ludwig Völkel sowie Heike Beck und Oberst Dieter Beck.

Bürgermeister Karl Ludwig Völkel hieß die Soldatinnen und Soldaten aus Aurich, die seit Januar ihren Dienst in Erndtebrück verrichten nochmals herzlich willkommen. "Gemeinde und Bundeswehr gehören zusammen, nicht nur in Reden, sondern im täglichen Handeln", so der 1. Mann der Gemeinde und bedankte sich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Bundeswehr.

In seiner Rede kam vor allem die Haushaltspolitik des Kreises Siegen-Wittgenstein nicht gut weg. Die Mehrzahl der Kommunen des Kreises wären bereits in der Haushaltssicherung oder gar im Nothaushaltsrecht. "Man muss sich fragen, ob die Verantwortlichen auf der Kreisebene mit ihrer Sicht der Dinge noch im Einklang mit dem kummunalverfassungsrechtlich verankerten Subsidiaritätsprinzip bewegen", so der Bürgermeister in Richtung Kreisverwaltung. Völkel erwartet, dass der Kreis alle Verbesserungen, die noch im Haushaltsjahr 2011 eintreten werden, ohne Wenn und Aber eins zu eins an die Kommunen weitergibt. "Und das kann eine Summe von mehreren Millionen Euro sein", stellte der 1. Mann in der Gemeinde fest.

"Wir brauchen eine verbesserte Straßenanbindung in Wittgenstein."

Als eine der wichtigsten Standortfaktoren und die Voraussetzung für ein wirtschaftsfreundliches Klima bezeichnete Völkel die Verkehrsinfrastruktur in Wittgenstein. Mobilität sei sowohl für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, als auch für die Arbeitnehmer wichtig. "Ich lehne eine ideologisch motivierte Benachteiligung gegen Individualverkehr und Straßenbau entschieden ab, ohne andererseits den öffentlichen Personennahverkehr oder den Güterverkehr auf der Schiene zu vernachlässigen." Völkel betonte: "Wir brauchen beides, wir brauchen eine verbesserte Straßenanbindung in Wittgenstein." An die Gäste gerichtet, rief er dazu auf, alle Kräfte zu mobilisieren und sich massiv für die Realisierung der im Bundestraßenbedarfsplan ausgewiesenen Ortsumgehungen einzusetzen.

Zum Ende seiner Rede bedankte sich der Bürgermeister bei seinem gesamten Mitarbeiterteam und allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich in ihrem Beruf oder ehrenamtlich für unser Gemeinwesen engagieren.

Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten Thomas Salzbauer am Saxophon und Norman Quednau an der Gitarre.

Mit unter den Gästen war auch der heimische Bundestagsabgeordnete Willi Brase
Mit unter den Gästen war auch der heimische Bundestagsabgeordnete Willi Brase

Als Gast konnte auch seine Durchlaucht Otto Ludwig Prinz zu Sayn-Wittgenstein Bad Berleburg mit Prinzessin Annette begrüßt werden
Als Gast konnte auch seine Durchlaucht Otto Ludwig Prinz zu Sayn-Wittgenstein Bad Berleburg mit Prinzessin Annette begrüßt werden

Einige der Gäste hatten an dem Abend sehr viel Spaß
Einige der Gäste hatten an dem Abend sehr viel Spaß

Text: Andreas Haßler
Fotos: Andreas Haßler