Einsatzgruppe des Einsatzführungsbereichs 2 unter neuer Führung
Der Leiter der Einsatzgruppe ist verantwortlich für den Betrieb und Einsatz des Erndtebrücker "Control and Reporting Center" (CRC), also der Luftraumüberwachungszentrale und wesentlicher Stabsanteile. Er nimmt gleichzeitig die Aufgaben des Kasernenkommandanten wahr und ist der ständige Vertreter des Kommandeurs.
Oberst Dieter Beck ließ in seiner Ansprache die vorbildliche und außerordentlich engagierte Arbeit seines Stellvertreters Revue passieren. Seit Januar 2006 war Hoffmann, der mit seiner Familie im friesischen Jever lebt, mit seinen umfangreichen Aufgaben im Erndtebrücker Verband betraut. "Mit Überblick, Geschick und spürbarer Freude haben Sie die vielfältigen und umfangreichen Veränderungen in der Hachenberg-Kaserne gesteuert, mitgestaltet und begleitet", so Oberst Beck. "Sie haben die Einsatzgruppe mit sicherer Hand geführt und waren mir stets ein überaus verlässlicher und loyaler Ratgeber".
Viel Anteil hatte Oberstleutnant Hoffmann auch bei der Bewältigung der anstehenden Probleme, die aufgrund des zu erwartenden personellen Aufwuchses in der Hachenberg-Kaserne zu lösen waren und sind. Bei dieser Gelegenheit richtete Oberst Beck seinen Dank auch an den anwesenden Bürgermeister Karl Ludwig Völkel und über ihn an die Erndtebrücker Bürgerinnen und Bürger, die bisher in überwältigender Weise geholfen haben, den "ersten Schwung" derjenigen Soldatinnen und Soldaten, für die in der Kaserne keine Unterkunft mehr zur Verfügung gestellt werden kann, außerhalb der Kaserne unterzubringen. "Bisher ist es jedem Wohnungssuchenden gelungen, in oder um Erndtebrück eine ansprechende Unterkunft zu finden", so der Kommandeur.
Der Kontakt zu Oberstleutnant Hoffmann wird nicht abbrechen. In der neuen Verwendung als Personalführer beim Personalamt der Bundeswehr in Köln wird er in Personalangelegenheiten der Offiziere des gesamten Einsatzführungsdienstes eng mit seinem ehemaligen Verband zusammen arbeiten.
Erndtebrücker Bahnsignal weckt alte Erinnerungen
"Es ist die Aufgabenbandbreite dieses Dienstpostens am Standort Erndtebrück mit den hier ansässigen Dienststellen und seiner entscheidenden Bedeutung für den Einsatzführungsdienst der Luftwaffe, die für mich den besonderen Reiz ausmacht", kommentierte der neue Leiter der Einsatzgruppe, Oberstleutnant Sieratzki, seine Tätigkeit. Nach mehr als fünf Jahren Tätigkeit als Dezernent im Luftwaffenführungskommando in Köln-Wahn hat die Personalführung der Bundeswehr ihm mit der Übernahme des Dienstpostens in der Hachenberg-Kaserne seinen Verwendungswunsch erfüllt.
Einziger Wermutstropfen für Sieratzki ist die unter der Woche unvermeidbare Trennung von Haus und Familie, deren Lebenssituation mit den zwei Kindern am Wohnort St. Katharinen bei Linz am Rhein eine Verlegung des Lebensmittelpunktes in den nächsten Jahren nicht zulassen wird.
"Ich wünsche mir und ich freue mich auf ein vertrauensvolles Miteinander in den kommenden Jahren als Basis einer angenehmen und erfolgreichen Zusammenarbeit hier am Standort Erndtebrück", fasste der neue "SteKo", für den die persönlichen Erinnerungen an den Standort zurück gehen bis in den April 1987, als er zur Ableistung seines Grundwehrdienstes bei der damaligen 17./ Technischen Schule der Luftwaffe 2 antrat, seine persönliche Zielsetzung für die kommenden Jahre zusammen.
Das unverwechselbare Warnsignal des regelmäßig anfahrenden Bahnverkehrs des "Rothaarexpress" sei "irgendwie schon längst wieder vertraut", beschrieb Oberstleutnant Sieratzki seine Verbundenheit mit Erndtebrück.

( v.l.n.r. )
Oberstleutnant l. Hoffmann, Oberst D. Beck ; Kdr EFB 2, Oberstleutnant J. Sieratzki ; stellv. Kommandeur EFB 2)
Text: Andreas Haßler
Foto: Marc Baumann

