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Wirtschaft

Girls Day 2009

"Das sind aber viele Flugzeuge über Deutschland."

Auch der Einsatzführungsbereich 2 beteiligte sich bei der bundesweiten Aktion "Girls´Day 2009". Rund 70 Schülerinnen der 8. und 9. Klassen der Realschulen Kreuztal und Erndtebrück nahmen an der Veranstaltung teil.

Nach der Begrüßung durch Oberstabsfeldwebel Andreas Haßler im großen Saal des Unteroffizierheimes bekamen die Schülerinnen erst einmal einen kleinen Überblick darüber, was sie in den nächsten sechs Stunden erwarten wird. Hauptmann Sebastian Theiler stellte anschließend den Einsatzführungsverband mit seinen verschiedenen Aufgaben und operationellen Einsatzmöglichkeiten vor. Theiler verdeutlichte den Schülerinnen den Einsatz einer sogenannten "Alarmrotte", bei dem zwei Kampfflugzeuge durch den Einsatzführungsoffizier z.B. an ein im Luftraum aufgefasstes, jedoch durch die üblichen Hilfsmittel nicht identifiziertes Flugzeug geführt werden. Durch einen eindrucksvollen Film über das "Team Luftwaffe" wurde dies noch verdeutlicht.

Rundgang durch die Luftraumüberwachungszentrale

Die "Girls" wurden anschließend in fünf Gruppen aufgeteilt. In Begleitung junger Soldatinnen und Soldaten wurden sie zu den einzelnen Stationen geführt. Hierzu zählte natürlich auch ein Rundgang durch die Luftraumüberwachungszentrale des Control and Reporting Centre (CRC) Erndtebrück. Das Identifizieren der vielen Flugzeuge im deutschen Luftraum in der Praxis wurde anschaulich durch Oberfähnrich Marcel Möller, Leutnant Olaf Kleinhans, Hauptfeldwebel Andreas Schattinger sowie Oberfeldwebel Björn Schäfer vermittelt. Die jungen Damen waren von den vielen kleinen Symbolen auf den Bildschirmen beeindruckt. Immer wieder konnte man hören "Das sind aber viele Flugzeuge über Deutschland".

Die Schülerinnen konnten den Soldaten in der Luftraumüberwachungszentrale über die Schulter schauen
Die Schülerinnen konnten den Soldaten in der Luftraumüberwachungszentrale über die Schulter schauen

Im Team ein 6-Mann-Zelt aufgebaut

Für den Bereich Objektschutz hatten sich Stabsfeldwebel Klaus Binner und Hauptfeldwebel Ralf Wenner etwas ganz besonderes ausgedacht. Den Schülerinnen wurde der Anzug eines Kampfmittelbeseitigers erläutert. Dass jeder Soldat im Felde auch eine Zeltplane zur Verfügung hat, erfuhren die Mädchen an der nächsten Station. Stabsfeldwebel Stefan Duyck ließ alle Gruppen, natürlich mit Anleitung, ein 6-Mann-Zelt aufbauen. Wozu man im Team fähig ist, dies wurde den Schülerinnen hier recht schnell klar. In relativ kurzer Zeit stand ein "bewohnbares" Zelt.

Das fast fertige 6-Mann(Frau)-Zelt
Das fast fertige 6-Mann(Frau)-Zelt

Wie transportiere ich einen Verwundeten?

"Erste Hilfe" hatten alle schon mal gehört. Doch wie transportiere ich schnell einen Menschen, wenn ich nichts zur Verfügung habe? Zur Ausrüstung der Soldaten gehört ein Dreieckstuch. Damit kann man schnell und unproblematisch mit zwei Helfern einen Menschen sitzend transportieren. Viel Spaß hatten die Mädchen beim Verbandanlegen und dem Transport von Soldaten mit der Krankentrage.

An der Erste-Hilfe-Station
An der Erste-Hilfe-Station

Sehr interessant entwickelte sich auch das "Dekontaminieren" eines Fahrzeuges. An der Station der ABC/Se-Truppführer, Hauptfeldwebel Robin Herrmann und Hauptfeldwebel Andreas Hinkelmann, wurde den aktiv mitarbeitenden Mädchen u.a. die Ausrüstung und Bekleidung eines ABC-Abwehr- und Selbstschutztrupp in der Luftwaffe verdeutlicht.

Eine nasse Arbeit. Das
Eine nasse Arbeit. Das "Dekontaminieren" eines Fahrzeugs

"Ihr dürft und könnt zur Schule gehen."

Nach dem Mittagessen in der Truppenküche der Hachenberg-Kaserne lauschten alle dem Vortrag von Stabsfeldwebel Klaus Binner, der bereits mehrfach im Auslandseinsatz war.

"Ihr habt hier in Deutschland ein Privileg. Ihr dürft und könnt zur Schule gehen. Viele Mädchen in Afghanistan dürfen und können nicht in eine Schule. Sie freuen sich schon über ein Heft und einen Stift", so Binner während seines Vortrages. Beeindruckende Bilder von den kargen, aber dennoch schönen Landschaften in Afghanistan rundeten den Vortrag ab.

"Wir werden gerne wiederkommen"

Alle Beteiligten, auch die Soldatinnen und Soldaten waren sich am Ende einig, dass es eine sehr schöne Veranstaltung war. "Es war ein sehr erlebnisreicher Tag für die Mädchen und wir werden gerne wieder", so die Realschullehrerinnen Melanie Stein und Inge Kleber.

Text: Oberstabsfeldwebel Andreas Haßler
Bilder: Stabsfeldwebel Klaus Eckhardt




 

Luftwaffenstandorte in der Bundesrepulik Deutschland

Quelle: Luftwaffe

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