Kriegsgräberpflegeeinsatz in Tangerhütte/ Sachsen-Anhalt
Erndtebrück/Tangerhütte. Der Einsatzführungsbereich 2 aus Erndtebrück führte jetzt in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge einen Pflegeeinsatz auf der polnischen Kriegsgräberstätte des Friedhofes der Stadt Tangerhütte in Sachsen-Anhalt durch.
Grabanlage und Gedenkstätte bot keinen würdigen Rahmen mehr
Auf dieser Kriegsgräberstätte sind 195 polnische, 52 serbische, ein tschechischer und zwei namenlose Zwangsarbeiter bestattet. Die Grabanlage und Gedenkstätte wurde zuletzt im Jahre 1971 durch die Behörden der ehemaligen DDR neu gestaltet und bot mittlerweile keinen würdigen Rahmen mehr. Auslöser für die groß angelegte Sanierung der Kriegsgräber auf dem Friedhof der Stadt Tangerhütte war eine Anfrage von Angehörigen, die den Friedhof besuchen wollten. Von den Soldaten aus Erndtebrück und Uedem-Marienbaum am Niederrhein wurden die alten Grabeinfassungen aus Beton entfernt, die Löcher mit Erde aufgefüllt und eingeebnet. Neu angelegt wurden ein gepflasterter Weg, edle Natursteineinfassungen und Grünflächen.

Die Soldaten hatten Freude am Einsatz.

Auch der Einsatz von schwerem Gerät wurde gemeistert.
"Sie haben sich selbst ein Denkmal gesetzt"
Zum Abschluss des Arbeitseinsatzes legten die Soldaten in Anwesenheit von Vertretern der Stadt Tangerhütte einen Kranz an der Gedenkstätte nieder. Die Verwaltungsamtsleiterin der Stadt Tangerhütte, Birgit Schäfer, lobte nach der Kranzniederlegung die Soldaten: "Sie haben hier sehr viel geschafft, das ist richtig beeindruckend und sie haben sich selbst ein Denkmal gesetzt". Der stellvertretende Bürgermeister, Peter Krüger, bedankte sich nochmals im Namen des Stadtrates und des Bürgermeisters bei den Soldaten. Einige Stadträte hatten bereits am Vorabend bei einer Grillfeier den Einsatz der Soldaten aus Nordrhein-Westfalen gewürdigt.
Untergebracht wurden die insgesamt neun Soldaten im Kulturhaus der Stadt Tangerhütte. Die Verpflegung erfolgte durch die Begegnungsstätte des Arbeiter-Samariter-Bundes in Tangerhütte. Neben dem Arbeitseinsatz wurde unter anderem am Wochenende ein Tagesausflug in die Landeshauptstadt Magdeburg sowie zum Geburtshaus von Fürst von Bismarck in Schönhausen an der Elbe unternommen.
Text: Erhard Lauber/Andreas Haßler


