Empfang der Jubiläumsvereine
Einer guten Tradition folgend, haben sich die Vertreter von insgesamt vier Erndtebrücker Vereinen und Institutionen, die im abgelaufenen Jahr ein rundes Jubiläum feiern konnten, am 4. Dezember 2008 in das Goldene Buch der Gemeinde eingetragen.

Bürgermeister Karl Ludwig Völkel nutzte die Gelegenheit, um das ehrenamtliche Engagement der Vereine für die Bürgerinnen und Bürger zu würdigen. Er erinnerte in seiner Laudatio daran, dass diese Vereine das gesellschaftliche Leben in Erndtebrück in den vergangenen Jahren bedeutend mitgeprägt und bereichert haben. Mit der Eintragung in das "Goldene Buch" möchte die Gemeinde deshalb ganz offiziell Dank sagen. Die anwesenden Vertreter der Vereine und Institutionen hätten es sich mehr als verdient, einmal in das Rampenlicht der Gemeinde zu rücken. Mit einem geschichtlichen Rückblick ging Bürgermeister Völkel im Einzelnen auf die "Jubiläumsvereine" ein.
Als am 30. Juli vor 25 Jahren die Geburtsstunde der "Jagdberger" schlug, konnte noch niemand ahnen, was aus dieser Laune heraus entstehen würde. Anlässlich eines Zeltlagers des TuS-Tambourkorps in Heiligenborn hatte man sich zu einem Gaudi-Schützenfest zusammengefunden, um gemeinsam Spaß und gute Laune zu haben. Eine legendäre Gründungsversammlung im Bahnhofslokal legalisierte dann das ganze. Der Anonyme Verein für humoristische Freizeitgestaltung war geboren. War in den ersten Jahren noch das Schützenwesen das Hauptbetätigungsfeld, so sollten dann immer mehr Spaßveranstaltungen, gleich welcher Art, die Oberhand gewinnen. Dabei wurde ganz besonders das Vereinswesen mit trockenem Humor auf die Schippe genommen. Wenn die "Jagdberger" in Erndtebrück feiern stehen Humor und Spaß im Vordergrund. Bei den "Jagdbergern" ist gute Laune Trumpf! Bürgermeister Völkel hofft, dass die "Jagdberger" auch weiterhin für eine offene und positive Stimmung sorgen. Denn eine positive Stimmung sei gerade in schlechteren Zeiten bitter nötig. Sie helfe, Kräfte sinnvoll einzusetzen und sei weniger anstrengend.

Ebenfalls 25 Jahre her ist es, dass sich die "Peitschenknaller" als Trachtengruppe im Schützenverein Birkelbach gegründet haben. Alle Peitschenknaller kamen aus der Landwirtschaft und konnten ihr Handwerk aus frühester Jugend. War doch das Fahren mit Pferd, Ochse oder Kuh tagtägliches Geschäft. Und eine Peitsche gehörte selbstverständlich dazu.
Die ersten Auftritte waren 1983 in der Besetzung Gerhard Berkhahn, Karl-Heinz Birkelbach, Günter Hansmann, Heinrich Schürmann und Horst Zacharias. Für die Musik zuständig waren Walter Grebe, Theo Müller und Burkhard Kaiser. Später kamen dann noch Günter Birkelbach, Günter Bürger und Fritz Lange hinzu. Und das Peitschenknallen auch etwas für die Jüngeren ist, beweisen Jonas Grebe und Michael Schäfer.
Die Peitschenknaller sind als Botschafter ihrer Wittgensteiner Heimat aufgetreten. Höhepunkte waren sicherlich die Teilnahme an der "Grünen Woche" in Berlin und beim "Oktoberfest" in München. Bürgermeister Völkel betont, dass die Auftritte der "Peitschenknaller" jedes Fest bereichern. Es sei jedes Mal ein Genuss ihnen zuzuschauen und zuzuhören.

50 Jahre - ein halbes Jahrhundert - bewegt sich der FC Benfe 1958 e.V. durch die Geschichte und entwickelte sich aus bescheidenen Anfängen im Jahre 1958 getragen von Idealismus und Engagement seiner Mitglieder zu einem Sportverein, der aus Benfe nicht mehr wegzudenken ist.
Bürgermeister Völkel unterstreicht, dass der FC Benfe mehr als nur ein Sportanbieter ist: Er erfüllt in hohem Maße auch eine soziale Aufgabe, die letztlich auch Grundstein des langjährigen Bestehens ist. Seit Gründung des Vereins haben sich viele engagierte Helferinnen und Helfer zusätzlich Verantwortung aufgeladen und den FC Benfe in seiner Entwicklung begleitet. Gerade diese vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ehrenamtlich und uneigennützig Verantwortung übernehmen, sei es in sportlicher, technischer oder praktischer Hinsicht, sind es, die einen Verein am Leben erhalten. Durch den Bau des Sportheims beim Sportplatz wurde zudem eine Sportanlage geschaffen, auf die die Verantwortlichen mit Recht stolz sein können.
Heute sei der FC Benfe so Bürgermeister Völkel, ein moderner und lebendiger Sportverein, der voller Stolz auf seine 50-jährige Tradition zurückblicken könne und darauf aufbauend die Zukunft plane.

Den 300. "Geburtstag" ihres Ortes Zinse konnte die Zinser Dorfgemeinschaft in diesem Jahr feiern. Mit großem Engagement und in eigener Initiative hat die Zinser Dorfgemeinschaft alle Vorbereitungen getroffen, ihr Ortsjubiläum festlich zu begehen. Der Festausschuss hat ein umfangreiches Rahmenprogramm mit verschiedenen Veranstaltungen organisiert. So fanden ein Osterfeuer, ein großes Maifest, ein Festkommers und ein Familientag statt. Weitere Höhepunkte waren "Rock in Zinse" sowie ein Grenzgang. Das abwechslungsreiche Programm hat für jeden etwas geboten, für Jung und Alt, für Einheimische, Neubürger und auswärtige Besucher. So haben die Feierlichkeiten zum 300-jährigen Jubiläum sicherlich auch dazu beigetragen, dass neue Freundschaften und Kontakte entstanden. Der Dank des Bürgermeisters gilt allen Mitwirkenden, die dazu beigetragen haben, dass das Jubiläum von Zinse mit einem so umfangreichen Programm gefeiert werden konnte. Es habe ihn beeindruckt, was die Einwohnerinnen und Einwohner von Zinse auf die Beine gestellt haben. Dies sei ein Indiz für eine aktive Dorfgemeinschaft.


