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Wandern

Der Rothaarsteig

Wandern auf dem Weg der Sinne

Neben den bekannten Fernwanderwegen, dem Westweg im Schwarzwald und dem Rennsteig im Thüringer Wald, ist in den letzten Jahren ein neuer Fernwanderweg, der Rothaarsteig, entstanden, der den Wanderer von Dillenburg bis Brilon über Westdeutschlands Dach führt.

Der Rothaarsteig ist eingebettet in die Wanderlandschaft des Rothaargebirges.
Das gewundene Gebirge, dessen Name sich von "rauer Hardt" und nicht von den roten Haaren herleitet, entwickelt sich allmählich aus dem Hohen Westerwald und zieht sich über Kalteiche und Haincher Höhe in weitem Bogen zum Kahlen Asten und zur Briloner Hochfläche, wo es sich in den nordöstlichen Ausläufern des Sauerlandes verliert. Der ausgeprägte Gebirgszug gilt unter Fachleuten als markanteste Grenzscheide Deutschlands: Er ist Wasser- und Klimascheide, Sprach-, Volkstums- und Religionsgrenze. Eine so deutlich hervorgehobene Landmarke bietet jedem Wanderer, nicht nur dem, der Streckentouren liebt, tiefe Ein- und Aussichten in die unterschiedlichen Landschaften.

Seit dem Herbst 2000 ist der Rothaarsteig begehbar. Auf einer Strecke von ca. 160 km führt der Weg durch landschaftlich reizvolle Gebiete von Dillenburg, vorbei an Ruhr-, Eder-, Lahn- und Siegquelle, dem Rhein-Weser-Turm, Kahler Asten bis nach Brilon. Durch Erlebnisstationen vielfältigster Art wird das Wandern auf dem Rothaarsteig zu einem besonderen Genuss.

Die Gemeinde Erndtebrück ist ein idealer Rast- und Einstiegsort für das Wandern auf dem Rothaarsteig. Günstige Anbindungen mit Bahn und öffentlichem Personennahverkehr laden den Wanderer zu einem Besuch ein. Durch elf markierte Zugangswege kann der Wanderer Erndtebrück und die Ortsteile Benfe, Birkelbach und Zinse erreichen. Das gelbe R führt den Wandergast zu den gemütlichen Hotels, Restaurants und Pensionen der Gemeinde Erndtebrück.

Der Mäanderweg

Von der Benfe zu den Lahnhöhen

Die Benfe erblickt das Licht der Welt in 620 m Höhe an der berühmten Quellenmeile. Sie befindet sich angesichts von Lahn-, Sieg-, Ilse- und Ederquelle in prominenter Gesellschaft. Ihre lupenreinen Schlingen und Schleifen – die sogenannten Mäander – haben es uns angetan und der Mäanderweg stellt diesem kurvenreichen Gewässer von Erndtebrück bis zur Quelle und zurück nach.

Ellenlange Bachtäler kennzeichnen den Nordrand des Rothaargebirges, das sich hier wie ein Klemmklotz mit Höhen bis 700 Metern zwischen Siegerland und Wittgensteiner Land quergelegt hat. Das gibt der kleinen Benfe den Raum und die Gelegenheit, sich mal links-, mal rechtsherum derart in die Kurve zu legen, dass es größte Wanderlaune bereitet, dem Gewässer zu folgen.

Das wunderschöne Wiesental, Feuchtwiesen, Waldpartien, die kleinen Weiler und Höfe, die waldigen Bergrücken, die das Rothaargebirge nach Norden wachsen lässt – dieser Weg ist ein Stück allerfeinstes Wandertheater. Hier ein Bohlenweg, dort ein Steinbruch, Mäander nach Mäander, hübsche" Wittgensteiner Dörfer wie Benfe, Weide, Vorm Eichenwald oder Volkholz, kann Idylle schöner sein?