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AWO Quartiersmanagement

Die Gruppe älterer Menschen ist sehr verschieden. Gerade auch im Alter sind die Wünsche, Bedürfnisse und Anforderungen an ein Leben in Lebensqualität sehr vielschichtig und unterschiedlich.

Doch eins steht fest, dass die weit überwiegende Zahl älterer Menschen den Wunsch hat so lange wie möglich selbstständig im eigenen Zuhause und im vertrauten Umfeld zu bleiben. Nicht nur der eigene Wohnraum spielt eine große Rolle, sondern auch das vertraute Lebensumfeld – das Quartier.

Um möglichst vielen Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, sind bestimmte Strukturen notwendig, z. B. Wohnung und das Haus,  Angebote zur Versorgung im näheren Umfeld (wie Lebensmittelladen, medizinische Versorgung, …), aber auch die Begegnung mit anderen Menschen sowie die Möglichkeit mitzumachen. Manchmal ist ein Leben in der eigenen Wohnung nicht ohne weiteres möglich, da das Zuhause nicht (mehr) auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der gesundheitlichen Anforderungen abgestimmt ist.

Hier möchte das Quartiersprojekt „Zuhause im Quartier“ ansetzten und einen Beitrag zum Aufbau eines altersgerechten Quartiers in der Gemeinde Erndtebrück leisten.

Quartiersprojekt „Zuhause im Quartier“

Das dreijährige, geförderte Projekt zielt vor allem darauf ab, die nachbarschaftliche Strukturen, gemeinschaftliche Aktivitäten und das bürgerliche Engagement zu fördern und zu aktivieren. Gleichzeitig möchte sich auch das Seniorenzentrum als Begegnungsort öffnen und ein geselliges Miteinander ermöglichen.

Im Rahmen des Quartiersprojekts Erndtebrück wird mit Partnern vor Ort geeignete Rahmenbedingungen geschaffen. Ansprechpartnerin und Koordinatorin vor Ort ist die Quartiersmanagerin. Initiator ist das AWO Seniorenzentrum Erndtebrück und liegt in der Trägerschaft des AWO Bezirksverbands Westliches Westfalen e.V.. Aus Mitteln der Deutschen Fernsehlotterie wird das Projekt gefördert und existiert seit dem 15.08.2018.

Das Quartier

Der Begriff „Quartier“ ist für viele Menschen neu und bedarf vorher einer näheren Erklärung. „Quartier“ steht für einen Ort, an dem Menschen Kontakte pflegen, spielen, wohnen und arbeiten. Zielgruppe sind die älteren Menschen nach der Erwerbsphase. Das Projektgebiet umfasst die gesamte Gemeinde Erndtebrück mit den dazugehörigen Ortschaften.

Es leben in der Gemeinde 15,22 % (1.096), die über 65 Jahre sind und 5,62 % (405), die 80 Jahre und älter sind.

Aufgabe Quartiersmanagement

Neben der Vernetzung und Bekanntmachung bereits vorhandener Begegnungs-, Beratungs- und Hilfeangeboten, sind auch die Anstoßung und Entwicklung von Netzwerken und Veranstaltungen/Angeboten Aufgaben der Quartiersmanagerin.

Von ihrem Quartiersbüro im AWO Seniorenzentrum Erndtebrück setzt sich die Quartiersmanagerin für den Aus- und Aufbau seniorengerechter Rahmenbedingungen ein.

Ältere Menschen aus Erndtebrück wissen am besten, welche Angebote ihnen bekannt sind und woran es mangelt. Daher werden sie über Befragungen, Interviews und Begehungen als Teilnehmer*innen mit in das Projekt eingebunden. Im Rahmen einer Sozialraumanalyse wurden 2017 Bedarfe und Bedürfnisse der Quartiersbewohner*innen ermittelt, die als Grundlage für die Arbeit der Quartiersmanagerin und der Steuerungsgruppe dienen. Zu den vertretenen Organisationen gehören der Bürgermeister, AWO-Kreisverband, der AWO-Ortsverein, Brücken-Apotheke, Vertreter der Politik, Vertreter des CJD Siegen-Wittgenstein und Vertreter des AWO Seniorenzentrums Erndtebrück.

Projekte

Smartphone-Treff

Der Smartphone-Treff richtet sich an Senior*innen, die Ihren Umgang mit dem Mobiltelefon verbessern möchten. Hilfsbereite Jugendliche stehen den älteren Menschen geduldig zur Seite, beantworten Fragen und helfen bei Problemen. Es sind sowohl Anfänger*innen als auch Personen, die bereits erste Erfahrungen mit dem Smartphone gemacht haben herzlich willkommen. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Folgende Themen werden u. a. im Smartphone-Treff behandelt:

  • Allgemeine Nutzungsmöglichkeiten eines Mobiltelefons,

  • Einführung in die Smartphone Einstellungen,

  • Kontakte und Kommunikation,

  • Fotos und Videos,

  • Internetnutzung und Sicherheit,

  • Apps

Termine im Überblick:

Wann: Jeden 1. und 3. Dienstag im Monat
15:30 bis ca. 17:00 Uhr

Wo: AWO Seniorenzentrum,
Struthstraße 4,
57339 Erndtebrück

Kommen Sie gerne vorbei!

Info-Café

Jeden zweiten Monat montags um 15:30 Uhr treffen sich Senior*innen zum netten Beisammensein, bei dem Informationen rund um Sicherheit, Versorgung und Unterstützung weitergegeben werden, die älter werdende Menschen beschäftigen.
Nebenbei gibt es leckeren Kaffee und Kuchen und genug Zeit zum Austausch untereinander. Kommen Sie gerne vorbei und verbringen Sie gemeinsam einen schönen Nachmittag.

Termine und Themen für 2019 entnehmen Sie hier:

Wunschthemen und Anregungen können jederzeit gerne dem Quartiersmanagement (Rabea Boos, Quartiersmanagerin) weitergegeben werden.

Taschengeldbörse:

Das Quartiersmanagement möchte Generationen zusammenbringen und den Austausch untereinander fördern. Die Taschengeldbörse ist ein Angebot von dem Jung und Alt profitieren sollen.

Die Taschengeldbörse ist eine Anlaufstelle für

  • Seniorinnen und Senioren, die Unterstützung bei einfachen und ungefährlichen Tätigkeiten (mögliche Aufgaben entnehmen Sie unten) und gerne Jugendliche zu einer kleinen Aufbesserung des Taschengeldes verhelfen wollen und für  
  • Jugendliche, die sich gerne sozial engagieren, für andere da sein und nebenbei ein wenig Taschengeld verdienen möchten.

Durch den Kontakt zwischen den Generationen sollen beidseitige Vorurteile abgebaut werden sowie Interesse und Verständnis für einander geweckt werden. Über den Austausch mithilfe suchenden Senior*innen können Jugendliche Sozialkompetenzen erlangen und hilfreiche Erfahrungen für die zukünftige berufliche Orientierung sammeln.

Im Rahmen der Taschengeldbörse erhalten die Jugendliche 5 Euro/Stunde und können durch die ausgeübten Tätigkeiten eigene Stärken und Begabungen entdecken.

Aufgaben können sein:

  • im Haushalt helfen
  • Schnee räumen
  • Rasen mähen
  • Straße fegen
  • Müll entsorgen
  • Einkaufen helfen
  • Besorgungen erledigen
  • Haustiere versorgen
  • Spaziergänge begleiten
  • Botengänge erledigen
  • Vorlesen und Gespräche
  • und vieles mehr

Rechtliche Grundlagen

Taschengeldjobs

  • sind einfache, unregelmäßige Tätigkeiten ohne besondere Qualifikation
  • dürfen ein Zeitpensum von zwei Stunden pro Tag nicht überschreiten
  • werden über die private Haftpflicht- und Unfallversicherung der Eltern abgedeckt
  • sind sozialversicherungsfrei und nicht steuerpflichtig
  • benötigen die schriftliche Zustimmung der Eltern

Das Quartiersmanagement Erndtebrück ist bei der Taschengeldbörse eine Kontaktvermittlungsstelle und übernimmt keinerlei Haftung! Die Daten aller Beteiligten werden nicht an Dritte weitergegeben.

Anmeldung

Sowohl von Seniorinnen und Senioren (Jobanbieter) als auch von Jugendlichen (Jobsuchenden) ist eine Registrierung notwendig. Anmeldeformulare sind hier über Download oder vor Ort bei Rabea Boos im AWO Seniorenzentrum erhältlich und können auch dort wieder abgegeben werden. Internet versierte Personen können das ausgefüllte Dokument auch über E-Mail zusenden.

Fragen und Kontakt

Wenn Fragen offen bleiben, kontaktieren Sie die Quartiersmanagerin. Sie hilft Ihnen gerne weiter.

Projekt „Notfalldose“

Hintergrund

Jeder Mensch bewahrt Notfalldaten an einem anderen Ort zu Hause auf. Für Rettungskräfte ist es meist unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten sich gerade befinden.

Die Lösung steht im Kühlschrank – die Notfalldose.

Auf einem Notfall-Infoblatt werden für Ersthelfer*innen und Rettungsdienst rasch Informationen zu möglichen Allergien, Medikamenten, Kontaktpersonen und weiteren relevanten Gesundheitsinformationen hinterlegt. Das Notfall-Infoblatt wird in einer Notfalldose in der Kühlschranktür deponiert. Dort hat sie einen festen Ort und kann in jedem Haushalt einfach und schnell gefunden werden.

Sind Rettungskräfte eingetroffen und sehen auf der Innenseite der Eingangstür und dem Kühlschrank den Aufkleber mit dem Logo „Notfalldose“, kann die Notfalldose rasch aus der KühlschrankTÜR entnommen werden. Ohne wertvolle Zeit zu verlieren, stehen aktuelle und notfallrelevante Informationen zu Verfügung.

Die Haupt-Zielgruppe für die Verbreitung der Notfalldose sind allein lebende, vor allem ältere Menschen – deren Anteil an der Bevölkerung stetig wächst. Dies kann auch einen möglichst langen Verbleib im eigenen Wohnraum fördern. Aber auch für andere ist sie geeignet, zum Beispiel allein erziehende Mütter/Väter.

Notfalldose für die Gemeinde Erndtebrück

Die Notfalldose war Thema beim ersten Info-Café im Oktober 2018. Experten stellten interessierten Quartiersbewohner*innen die kleine, aber wirkungsvolle Dose vor. Sie soll in möglichst vielen Haushalten zu finden sein, vor allem aber auch bei Personen, die alleine leben. Im Falle eines Notfalls sind die Rettungskräfte geschult und können bei der Notfallversorgung zeitsparend patientenrelevante Informationen hinzuziehen.

Die grün-weiße oder rote Notfalldose ist in allen ansässigen Apotheken kostenfrei erhältlich sowie beim AWO Ortsverein gegen eine geringe Gebühr.

Bleiben Fragen offen finden sie beim Quartiersmanagement neben Antworten zum Thema, auch die Notfalldose sowie Hilfestellungen beim Ausfüllen des Notfall-Infoblatts.

Zubehör:

  1. Notfalldose
  2. Notfall-Infoblatt
  3. Aufkleber (Innenseite Eingangstür/Außenseite Kühlschranktür)

Weitere Informationen unter: www.notfalldose.de

Themenspezifische Arbeitskreise

Die Brandbreite der Handlungsfelder der Quartiersarbeit sind groß und die Aufgaben erfordern sehr unterschiedliche Kompetenzen. Um die Erkenntnisse zu bündeln und Experten/Akteure aus dem Haupt- und Ehrenamt miteinander zu vernetzen sowie Erfahrungswerte auszutauschen, werden Arbeitskreise organisiert. Vorhandene Angebote und Dienstleistungen können so vernetzt, weiterentwickelt und leichter zugänglich gemacht werden.

Zu den Treffen sind Bürger*innen, Dienstleister*innen und weitere Akteure herzlich willkommen. Wir freuen uns jederzeit auf weitere engagierte Mitglieder*innen im Arbeitskreis.

Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt auf.

Arbeitskreise:

AK Mobilität
AK Pflege